Natascha Kleinbauer bleibt mit 41 bei Schönheitswettbewerben Favoritin

Serie Menschen im Regionalverband : Schönheitskönigin siegt einfach weiter

Natascha Kleinbauer (41) aus Völklingen machte bei vielen Wettbewerben eine gute Figur. Jetzt ist sie Misses Saarland.

Im Frühjahr bewarb sich Natascha Kleinbauer aus Völklingen zum ersten Mal seit 17 Jahren wieder bei einer Misswahl – genauer gesagt bei einer Misses-Wahl. „Die Idee kam irgendwie ganz spontan. Ich habe mich einfach online mit Fotos zur Wahl der Misses Saarland beworben“, blickt die 41-Jährige mit einem Lächeln zurück. 26 Jahre beträgt das Mindestalter, um bei einer Misses-Wahl mitmachen zu dürfen.

Natascha, verheiratet, zwei Kinder, ist deutlich älter. Dennoch wurde die 41-Jährige in diesem Jahr die neue Misses Saarland. „Das war schon verrückt. Ich hatte gar nicht damit gerechnet. Im Prinzip war es ja nur eine Erinnerung an die alten Zeiten“, sagt die Angestellte eines Völklinger Baumarktes.

Es war der 40. Model-Titel der gebürtigen Saarbrückerin, die heute mit ihrer Familie auf dem Heidstock lebt. Im Regionalverband Saarbrücken hat die Schönheit aus Völklingen früher so gut wie alle Titel abgeräumt. Sie war bereits Miss Saarbrücken, Miss Sulzbach, Miss Völklingen und Miss Saarland.

Hinzu kamen viele Titel außerhalb des Saarlandes, wie zum Beispiel in Bayern. Natascha zählte auch zu einer Auswahl der schönsten Frauen Deutschlands, die unser Land in der ganzen Welt bei verschiedenen Anlässen vertraten.

Der vorerst letzte große Auftritt der 41-Jährigen war die Wahl zur Misses Deutschland im vergangenen Juli in Magdeburg. „Die genaue Platzierung weiß ich gar nicht. Ich bin jedenfalls nicht unter die ersten Drei gekommen, dort waren die ganz Jungen, die noch keine 30 Jahre alt sind. Aber das war nicht schlimm. Ich habe mit meiner Familie vier tolle Tage in Magdeburg verbracht, das war der eigentliche Höhepunkt der Tour“, sagt Natascha Kleinbauer.

Doch wie schafft sie es, mit 41 Jahren und zwei Kindern noch so eine Figur und Fitness zu haben. „Ich liebe Fast Food in allen Variationen“, sagt die Misses Saarland und fängt an zu lachen. „Das stimmt wirklich. Ich könnte das täglich essen. Der Grund für meine Form ist aber Zumba. Ich mache das dreimal pro Woche je eineinhalb Stunden lang. Es gibt auch Zumba-Feste, da tanzen wir drei Stunden am Stück. Bei so viel Sport ist es schwierig zuzunehmen.“

Natascha Kleinbauer kennt die Vorteile und Nachteil der Schönheit. „Zunächst einmal bringt dir gutes Aussehen alleine auch nichts. Man sollte auch nett, freundlich und aufgeschlossen sein und jedem Menschen mit Respekt entgegentreten. Dann kann gutes Aussehen in vielen Bereichen auch ein Vorteil sein.“

Die Nachteile sind aber auch nicht ohne. „Eifersucht bei Frauen und Männern ist immer ein riesiges Thema. Gott sei Dank ist mein Mann nicht eifersüchtig. Er findet sogar toll, was ich mache.“ Und da gibt es ja auch noch die sozialen Medien, in denen Natascha ihren Freunden die Fotos der Miss-Wahlen nicht vorenthalten hat. „Plötzlich haben mich unzählige fremde Männer angeschrieben und mir ihre teilweise wahnsinnigen Vorstellungen unterbreitet. Einer wollte für 1800 Euro zehn Aktfotos von mir. So etwas mache ich natürlich nicht. Es war teilweise so schlimm, dass ich kurz davor war, mich aus den sozialen Medien abzumelden.“

1999, als sie noch Natascha Rolshausen hieß, wurde die 21-Jährige zur Miss Saarbrücken gekürt. Foto: becker&bredel

Sie hofft, dass nun Ruhe einkehrt. Und ob sie noch mal an einer Misses-Wahl teilnimmt, weiß sie noch nicht. „Ich werde ja nicht jünger, aber vielleicht gibt es irgendwann ja eine Miss-Oma-Wahl“, scherzt die Frohnatur aus dem Regionalverband.

Mehr von Saarbrücker Zeitung