Nächste Saison ein Auswärtsspiel in eigener Halle?

Nächste Saison ein Auswärtsspiel in eigener Halle?

Der Tischtennis-Regionalligist TTC Wehrden spielt morgen in Stuttgart. Die Planungen für kommende Runde laufen bereits.

Für den TTC Wehrden hätten die vergangenen Wochen kaum besser laufen können. Die Regionalliga-Mannschaft hat nach drei Siegen im neuen Jahr den Klassenverbleib so gut wie geschafft. Und die Reserve, die in der Tischtennis-Oberliga spielt, kann nur noch rechnerisch auf den Abstiegs-Relegationsplatz fallen. "Ja, das waren erfolgreiche Wochen für den Verein", sagt TTC-Vorstand Karlheinz Becker vor dem Regionalliga-Spiel morgen um 17.30 Uhr bei der DJK Sportbund Stuttgart. Stolz ist er darauf, dass die Spieler "teilweise wichtige Termine abgesagt haben, um im Abstiegskampf helfen zu können".

Beispielsweise Ludvik Persolja: Er verschob für den Verein in den vergangenen vier Wochen eine Rückenoperation. Nun unterzieht sich der Slowene dem Eingriff. Er wird deshalb morgen ebenso fehlen wie der Russe Maxim Chaplygin. Er ist zum vierten Mal in dieser Saison nicht dabei, weil er an der Universität in seiner Heimat anwesend sein muss.

In der Tabelle liegt der Vierte Wehrden einen Platz vor Stuttgart. "Ohne unser vorderes Paarkreuz haben wir nur wenig Chancen. Ich denke, Stuttgart wird nach dem Spieltag wieder vor uns stehen", sagt Becker. Die Planungen für die kommende Saison laufen "auf Hochtouren". Mit zwei Neuzugängen seien die Verhandlungen weit fortgeschritten. Im Gegenzug würden Spieler den Verein verlassen. Namen nannte Becker nicht.

Auch wenn Wehrden im Hinblick auf die Klassenzugehörigkeit Planungssicherheit hat, wird der TTC die verbleibenden sechs Saisonspiele mit der bestmöglichen Mannschaft bestreiten. Dabei wäre es für den Verein günstiger, nicht auf alle Ausländer zurückzugreifen. Chaplygin reist zwar zu den Spielen auf eigene Kosten an. Dem Litauer Arnoldas Domeika und dem Slowenen Persolja werden allerdings die Reisekosten bezahlt. Becker erklärt: "Wir würden trotzdem nie bewusst auf Spieler verzichten. Aus Fairness gegenüber den anderen Mannschaften - und unserer eigenen. Wir lassen die Jungs nicht stundenlang zu einem Auswärtsspiel fahren, das sie nicht gewinnen können, weil wir nicht die bestmögliche Mannschaft aufbieten."

Theoretisch könnte Wehrden ein Ausswärtspiel in der kommende Saison in eigener Halle bestreiten. Die zweite Mannschaft des TTC ist in der Oberliga nach fünf Spielen ohne Niederlage auf den zweiten Platz vorgerückt. Der würde nach der Saison die Teilnahme an der Aufstiegsrelegation bedeuten. "Es wäre ein Novum, aber das Regelwerk gibt es her, dass beide Mannschaften in der Regionalliga spielen dürfen. Ob wir tatsächlich aufsteigen würden, ist eine schwere Frage. Ich denke, ohne Verstärkungen macht es wenig Sinn.", sagt Becker. Er ergänzt: "Die Leistung der Mannschaft ist trotzdem sensationell. Vor vier Wochen haben wir noch um den Klassenerhalt gezittert."