SV Karlsbrunn steht vor schwerer Saison: Nach dem Umbruch ist Geduld gefragt

SV Karlsbrunn steht vor schwerer Saison : Nach dem Umbruch ist Geduld gefragt

Der SV Karlsbrunn ist vergangene Saison fast abgestiegen. Nun steht dem Fußball-Verbandsligisten erneut eine schwere Runde bevor. Die Mannschaft von Spielertrainer Manuel Haag muss den Abgang etlicher Leistungsträger verkraften.

Vergangene Saison ist der SV Karlsbrunn nochmal mit einem blauen Auge davongekommen. Der Fußball-Verbandsligist aus dem Warndt belegte mit 27 Punkten den drittletzten Tabellenplatz. Er blieb nur in der Klasse, weil die Entwicklung in anderen Ligen günstig für die Mannschaft von Spielertrainer Manuel Haag verlief. Die dritte komplette Spielzeit des 30-Jährigen als SV-Spielertrainer – Haag hatte im Februar 2015 übernommen – könnte noch schwerer werden als die abgelaufene.

Etliche Leistungsträger der vergangenen Jahre haben den Verein verlassen. Die Neuzugänge sind vielzählig, da der SV Karlsbrunn unter der Leitung von Trainer Andreas Vogt, der vom SV Hermann-Röchling-Höhe kam, wieder eine Reservemannschaft stellen wird. Sie kommen aber alle aus unteren Ligen. Für viele ist der SV Abstiegskandidat Nummer eins.

Haag sieht das Ganze nicht ganz so dramatisch. Der Schwere der Aufgabe ist er sich aber bewusst: „Es geht für uns gegen den Abstieg. Mit den Jungs, die jetzt frischen Wind reingebracht haben, wollen wir versuchen, irgendwie den Klassenverbleib zu schaffen“, sagt er. In der Vorbereitung war an den Resultaten in den Testspielen abzulesen, dass auf die neuformierte Truppe mit mehr als zehn für den Verbandsliga-Kader eingeplanten Zugängen viel Arbeit zukommt. Es setzte zum Teil heftige Niederlagen gegen unterklassige Clubs — 1:10 gegen den SV Friedrichweiler, 2:5 gegen den SV Ludweiler. „Das war fast klar. Durch die Urlaubszeit und dann noch die Eingewöhnung der vielen Neuzugänge war es diesmal extrem schwierig. Aber ich bin guter Dinge, dass wir eine Mannschaft gefunden haben, die in den ersten Spielen schon Paroli bieten kann“, erklärt Haag. Insgesamt sei jede Menge Geduld gefragt. Andererseits könne man ohne großen Druck in die Runde gehen und sie nach dem großen Umbruch als Übergangsjahr nutzen, ergänzt der Spielertrainer.

Wenige Tage vor dem Start in die Saison am kommenden Samstag um 17.30 Uhr bei der SG Perl-Besch gab es ein kleines Erfolgserlebnis. Durch Tore von Adi Idrizovic und Manuel Jäschke siegte der SV Karlsbrunn am vergangenen Sonntag gegen den Bezirksligisten SV Emmersweiler mit 2:1. Generell sei die Stimmung im Club wieder viel besser, was nicht zuletzt mit der Neugründung der zweiten Mannschaft und der diesbezüglich guten Zusammenarbeit mit Vogt zusammenhänge, sagt Haag. Doch gegen Perl-Besch wird es schwer. Im vergangenen April gab es bei der SG eine 1:7-Niederlage. Die Devise kann für Karlsbrunn diese Saison wohl nur lauten: „Wir haben keine Chance, die wollen wir nutzen.“

Mehr von Saarbrücker Zeitung