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Musikalischer Dank ans Ambulante Hospiz in der Versöhnungskirche

Musikalischer Dank ans Ambulante Hospiz in der Versöhnungskirche

Völklingen. Ein besonderes Benefizkonzert gab es am Sonntagabend in der Völklinger Versöhnungskirche, die dafür einen würdigen Rahmen bot. Initiiert hatte es Brigitte Schwarz, seit vielen Jahren musikalische Leiterin des Mandolinenclubs Edelweiß Ludweiler und des Zupforchesters Lauterbach. Der Erlös war für den Verein Ambulantes Hospiz St. Michael Völklingen bestimmt

Völklingen. Ein besonderes Benefizkonzert gab es am Sonntagabend in der Völklinger Versöhnungskirche, die dafür einen würdigen Rahmen bot. Initiiert hatte es Brigitte Schwarz, seit vielen Jahren musikalische Leiterin des Mandolinenclubs Edelweiß Ludweiler und des Zupforchesters Lauterbach. Der Erlös war für den Verein Ambulantes Hospiz St. Michael Völklingen bestimmt. Der Hintergrund: Brigitte Schwarz hat im vorigen Jahr ihren Mann verloren; in der Sterbephase wurde er von Mitarbeitern des Ambulanten Hospizes begleitet. Dafür wollte Schwarz nun musikalisch Dank sagen. Und zugleich das Hospiz finanziell unterstützen bei seiner ehrenamtlichen Arbeit. Mehr als 300 Zuhörer waren gekommen. Sie hörten Zupfmusik und anspruchsvollen Chorgesang. Für diesen sorgte der Völklinger Frauenchor Viva Voce unter Leitung von Hedwig Conrath, die zusammen mit Carmen Folz-Bär auch als Gesangssolistin auftrat. Fachkundig führte Wolfgang Kehrein durch das gut eineinhalbstündige Konzert, das geistliche wie auch weltliche Musik bot. Zu den Höhepunkten gehörte unter anderem eine Komposition mit Annika Winter und Ekaterina Ossipova als Mandolinen-Solistinnen. Heiteres und in der Versöhnungskirche wohl noch nie gespieltes Repertoire waren Tänze und Weisen aus Humperdincks Oper "Hänsel und Gretel". Kinderlieder zur Nacht, das bekannte "Von guten Mächten" mit Chor und Zupforchester oder der afrikanische Song "Siyahamba" rundeten ein begeistert aufgenommenes Benefizkonzert ab. Der Erlös betrug 1600 Euro.

HintergrundEtwa 60 Menschen jährlich begleitet der Verein Ambulantes Hospiz Völklingen "in der schwersten Phase ihres Lebens", nämlich beim Sterben, sagen Vereinsvorsitzender Dr. Dietrich Wördehoff - ehemaliger Chefarzt im Völklinger St. Michaels-Krankenhaus - und Mitarbeiter-Sprecher Bernd Eckert. Die rund 40 ehrenamtlich tätigen Frauen und Männer des Ambulanten Hospizes kommen aus allen Schichten; viele sind Pensionäre und Ruheständler. Dass die Arbeit geschätzt werde, zeigen nach Ansicht von Wördehoff und Eckert großzügige Spenden. Der Verein verwendet sie für die Schulung, Aus- und Fortbildung der Hospizhelfer. hla