Mundart-Witz kommt an

Völklingen. Mit viel Applaus bedachten die Zuschauer in der fast voll besetzten Wehrdener Kulturhalle am Donnerstagabend die Künstler, die ihnen einen amüsanten Start in den Herbst geschenkt hatten. Begeistert verlangten sie Zugaben - die die Akteure dann auch gerne lieferten

Völklingen. Mit viel Applaus bedachten die Zuschauer in der fast voll besetzten Wehrdener Kulturhalle am Donnerstagabend die Künstler, die ihnen einen amüsanten Start in den Herbst geschenkt hatten. Begeistert verlangten sie Zugaben - die die Akteure dann auch gerne lieferten."Ich bin ja ein Fan von Christof Scheid", bekennt Marie Klein aus Völklingen; "unser Mundartkünster kennt sich mit unseren Dialekten wirklich aus und vermittelt sein Wissen mit viel Komik." Besonders gut haben ihr die Interpretationen des Loreley-Liedes gefallen, die der "Haschboorer" Peter Maffay, Udo Lindenberg, Roger Whittaker oder auch Heinz Erhardt in den Mund gelegt hatte. Kleins Begleiter Hans Bach fügt an: "Toll war auch sein Referat über die Tücken unseres Dialektes, wenn man ihn eins zu eins ins Hochdeutsche übersetzt." Ihren Dialekt pflegen auch die Künstler, die Scheid nach kurzer Umbaupause auf der Wehrdener Bühne folgten: die Hamburger Hans Torge Bollert und Olaf Klindtwort, die Duo-Auskopplung aus dem Musik-Comedy-Trio Bidla Buh. Sie haben bekannte Melodien aus vielen Musikrichtungen amüsant ins Schema der 1920er Jahre gepresst, manchmal auch in den eigenen Dialekt gesetzt; so wird aus "Rock around the Clock" der "Plattdütsch-Rock". "Die beiden harmonieren ja toll", findet Peter Braun, der aus der Saarlouiser Gegend angereist ist; "Bollert hat ein freches Mundwerk, Klindtwort versteht sich dagegen ausgezeichnet auf seine Mimik - und seine Jazzgitarre beherrscht er glänzend." Das Duo bezieht gerne das Publikum mit ein - wobei es Überraschungen gibt. Eine Kostprobe: "Du, dich kenn' ich doch", eröffnet Bollert, "ich hab' da einen kleinen blauen Fleck von dir", Anspielung auf den folgenden Titel. Die schlagfertige Antwort der Angesungenen aber verblüfft auch den schlagfertigen Sänger: "Mensch, mein Mann ist doch da, das darfst du doch hier nicht erzählen." "Manchmal ist ihr Humor aber auch bitterböse", meint Gabriele Hans. Doch sie hat den Abend genossen: "Das war unterhaltsam, zu diesen Künstlern würde ich immer wieder kommen." al

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