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Moscheegemeinde verurteilt Pariser Attentate

 Ein ungewohntes Bild in unserer Region, in der die Grenzen normalerweise offen sind: Zoll-Kontrolle am Samstag an der Straße zwischen Lauterbach und Carling. Foto: Ruppenthal
Ein ungewohntes Bild in unserer Region, in der die Grenzen normalerweise offen sind: Zoll-Kontrolle am Samstag an der Straße zwischen Lauterbach und Carling. Foto: Ruppenthal FOTO: Ruppenthal
Völklingen. Terror in Paris: In Forbach und Völklingen wird es Gedenk-Veranstaltungen für die Opfer geben. An der Grenze wurde kontrolliert. Und der Vorsitzende des Luisenthaler Moscheevereins hat die Terrorakte scharf verurteilt. rup/dd

Nach den verheerenden Attentaten in Paris haben Bundespolizei und französische Polizei- und Zolleinheiten verstärkt kontrolliert an der saarländisch-lothringischen Grenze. An der Straße zwischen Carling und Lauterbach nahmen am Samstag französische Einsatzkräfte fast jedes Fahrzeug genau in Augenschein. Die Saarländer, die auf dem Weg zum französischen Bäcker kontrolliert wurden, zeigten viel Verständnis. Manch einer brachte den Beamten auf dem Rückweg heißen Kaffee oder Croissants mit.

Am Rande der Gedenkfeiern zum Volkstrauertag, an denen traditionell auch Kommunalpolitker und Vereine aus französischen Nachbarkommunen teilnehmen, waren der Pariser Terror ebenfalls Thema. Forbachs Bürgermeister Laurent Kalinowski plane in seiner Stadt eine Kranzniederlegung zum Gedenken an die Attentats-Opfer, berichtete Völklingens Oberbürgermeister Klaus Lorig (CDU ) am Sonntag. Völklingen als Partnerstadt werde eine Parallel-Aktion initiieren; Details würden am Montag festgelegt.

Eine energische Stellungnahme kam aus der Luisenthaler Moschee. Hüseyin Yavas, erster Vorsitzender des Luisenthaler Ortsvereins der Islamischen Gemeinschaft Milli Görüs (IGMG), erklärte, er habe "mit Bedauern" von den "Terroranschlägen in Paris gehört, bei denen zahlreiche unschuldige Menschen ums Leben gekommen sind. Ich verurteile diese feige Tat auf das Schärfste. Den Hinterbliebenen möchte ich mein Beileid aussprechen." Der Schlusssatz in Yavas' Mail lautet: "Terror hat keine Nationalität, keine Religion und Volkszugehörigkeit." > Seiten A 1, A 2, A 3 und C 3: Weitere Berichte.