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Modepark Röther kommt nach Völklingen

An Stelle des Ex-Kaufhofs : Großer Modepark in Völklingen rückt näher

Firma Röther will auf Abrissfläche des Ex-Kaufhofs bauen. Die Bauarbeiten sind bereits ausgeschrieben.

Der frühere Kaufhof in der Völklinger Innenstadt ist komplett verschwunden. Und auf der Abrissfläche wird die Röther GmbH voraussichtlich noch in diesem Halbjahr mit dem Bau eines Modeparks mit rund 6500 Quadratmetern Fläche beginnen. Dies hat Oberbürgermeisterin Christiane Blatt (SPD) bei einer Veranstaltung in Völklingen mitgeteilt. Sie berief sich dabei auf aktuelle Informationen aus der Geschäftszentrale des Unternehmens mit Sitz in Schwaben.

Blatt sagte, das Unternehmen habe inzwischen den Kaufpreis für sein Baugelände an die Stadt entrichtet. Die Bauarbeiten seien ausgeschrieben. Der Baubeginn sei im ersten Halbjahr 2019 vorgesehen, und spätestens Ende 2020 sei mit der Geschäftseröffnung zu rechnen. Die Oberbürgermeisterin trat damit Zweifeln entgegen, die immer wieder in der Bevölkerung aufkamen.

Es hatte tatsächlich kräftige Verzögerungen im ursprünglichen Zeitplan gegeben. Bereits im November 2015 – es gab einen Konkurrenten – hatte die Modepark Röther GmbH vom Stadtrat den Zuschlag für das Gelände erhalten. Im Januar 2017 begann dann der Abriss des seit 1999 leerstehenden Kaufhof-Gebäudes. Dieser sollte laut Vertrag zwischen Abbruchfirma und Stadt bereits Ende April 2017 komplett abgeschlossen sein. Dieser Zeitraum erwies sich als unrealistisch: Pech und Pannen folgten in Serie. Mit dem Abriss verzögerte sich auch das Modepark-Projekt. Fehler bei der Tiefbauplanung und ein langes Warten auf das Ergebnis eines Brandschutz-Gutachters kamen hinzu. Im September 2018 konnte endlich die Baugenehmigung erteilt werden. Christiane Blatt überbrachte sie persönlich Geschäftsführer Michael Röther in seine Firmenzentrale in Michelbach.

Modepark-Geschäftsführer Michael Röther. Foto: Foto: Stadt Völklingen/Lars Hüsslein

Blatt bekräftigte nun erneut, dass die Überreste auf dem Gelände beim Bau nicht störten. Röther benötige nämlich für das Modehaus nur den Teil der Abrissfläche, der bereits komplett hergerichtet sei. Er hat auch nur diesen Teil bereits gekauft. Der Rest ist für Röther als sogenannte Optionsfläche für Ansiedlungen weiterer Geschäfte reserviert. Die Stadt liegt wegen diverser Schutthaufen auf diesem Teilgelände immer noch mit dem Abbruchunternehmen im Gerichtsstreit.

„Auf den 6500 Quadratmetern gibt es dann ein wirklich interessantes Angebot weit über Völklingen hinaus“, meint Christiane Blatt zur Röther-Ansiedlung in der Mittelstadt. Röther geht von einem Einzugsbereich bis nach Frankreich mit um die 100 00 Einwohnern aus.