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Mit Kassiopeia in die fabelhafte Welt der Hühner

Mit Kassiopeia in die fabelhafte Welt der Hühner

Heidstock. Dienstagnachmittag auf dem Hof der Grundschule Heidstock: Während die eintreffenden Kinder Kassiopeia-Mitarbeiterin Anke Bier ihre mitgebrachten leeren Konservendosen in die Hand drücken, kümmert sich Kollegin Nadja Bender um die Namensaufkleber. Und schon geht's los

Heidstock. Dienstagnachmittag auf dem Hof der Grundschule Heidstock: Während die eintreffenden Kinder Kassiopeia-Mitarbeiterin Anke Bier ihre mitgebrachten leeren Konservendosen in die Hand drücken, kümmert sich Kollegin Nadja Bender um die Namensaufkleber. Und schon geht's los. "Hilfe, da gackern ja die Hühner!", lautet das Motto der Stadtteilreise, die die Kinder- und Jugendkunstschule zusammen mit der Stadt veranstaltet. Zu Beginn dürfen die rund 20 Jungs und Mädchen erst mal eine Kostprobe ihres Gacker-Talents abliefern. Mal laut, mal leise schallt der Hühner-Ruf über den Hof. Die Schüler kennen sich aus: Sie wissen, dass die Tiere zwei Beine haben, Eier legen und es nicht mögen, wenn man Steine nach ihnen wirft. Dann schlüpfen die Kinder in die Hühnerrolle und jagen beim Nachlauf-Spiel den Regenwürmern hinterher. Wegen des Windes wird das Basteln kurzerhand ins Haus verlegt. Die Hühner, die die Kinder auf ein dickes Stück Papier malen, haben gelbe Federn, dünne Beine oder einen grünen Schnabel. "Super, klasse!", lobt Nadja Bender Alexandras Prachtexemplar. Nachdem die Tiere ausgeschnitten und mit zwei Federn aufgehübscht sind, wird noch schnell ein Papierstreifen als Wiese bemalt. "Das ist mein Haushuhn Gisela", erklärt Anke Bier und präsentiert ein Musterexemplar. Jetzt wird klar, wohin die Bastel-Reise geht: Das ausgeschnittene Huhn thront auf dem Boden der umgedrehten Konservendose, der gemalte Wiesenstreifen ersetzt die Banderole. Und die Schnur, die aus der Dose baumelt, dient keineswegs als Leine zum Spazierengehen. Bier zieht mehrmals ruckartig. Kaum zu glauben: Das Schwingen der Schnur und die Resonanz der Dose produzieren verblüffend echte Gackerlaute. "Cool!", raunen die begeisterten Kids und machen sich ans Werk. Sie ziehen die Schnur durch das mit Hammer und Nagel geschlagene Loch im Dosenboden. Ein Ende baumelt im Freien, ein umwickelter Zahnstocher am anderen Ende sorgt dafür, dass die Schnur beim Ziehen nicht durchs Dosenloch rutscht. Mit ihren selbst gebauten Instrumenten und einem Gacker-Konzert begrüßen die Schüler dann nach zwei Stunden ihre Eltern. tan

Auf einen Blick Heute macht die Kassiopeia-Stadtteilreise an der Grundschule Fürstenhausen Station. Die weiteren Termine: 11. Mai, Schule Geislautern; 18. Mai, Grundschule Ludweiler; 25 Mai, Grundschule Wehrden; 27. Mai, Pfarrgarten Innenstadt. Alle Termine finden von 15 bis 17 Uhr statt. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung nicht erforderlich. Die Kinder sollten eine leere Konservendose mitbringen. tan