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Mit einem guten Gefühl in die Relegation

Fußball-Oberliga : Mit einem guten Gefühl in die Relegation

Der Fußball-Oberligist Röchling Völklingen bereitet sich auf die Aufstiegsrunde vor. Das Stadion erhält eine Anzeigetafel.

Seit Mittwochabend hat der Fußball-Oberligist Röchling Völklingen die Gewissheit, dass er in die Regionalliga aufsteigen dürfte. "Wir haben die Bestätigung vom Verbandsbüro, dass wir alle Voraussetzungen für die 4. Liga erfüllen", sagt der Vorsitzende Wolfgang Brenner. Seine Vorstandskollegen und er stehen dennoch weiter unter Strom: Bezüglich der Regionalliga-Finanzierung finden noch Gespräche statt. Es stehen auch noch infrastrukturelle Veränderungen an. Und für den Fall, dass der direkte Aufstieg nicht doch noch gelingt: Die Planung des ersten Spiels der Dreierrunde in der Relegation um den Aufstieg, das am Mittwoch, 24. Mai, im Hermann-Neuberger-Stadion gegen den Vertreter der Oberliga Baden-Württemberg ausgetragen wird, muss vorangetrieben werden. Das letzte Saisonheimspiel an diesem Samstag um 15.30 Uhr gegen den SV Morlautern rückt da in den Hintergrund.

Völklingens Trainer Günter Erhardt ist es wichtig, dass er sich nicht vom Viertliga-Fieber anstecken lässt, sondern sich auf seine Arbeit konzentriert: "Ich habe von allem nicht viel mitbekommen. Die Relegation ist geregelt, aber noch weit weg. Wir bleiben ganz normal im Training und versuchen, die Form zu halten." Es gebe noch zwei Ziele: "Wir wollen 70 Punkte und Tabellenzweiter bleiben." Die Punktemarke kann Völklingen, das 67 Zähler hat, mit einem Sieg gegen Morlautern knacken. Umstellungen werde es nicht geben, sagt Erhardt.

Mittelfeldchef Nico Zimmermann sieht es wie sein Trainer: "Wir haben noch zwei Spiele, die wir entsprechend angehen müssen, um mit einem guten Gefühl in die Relegation zu gehen. Wir dürfen nicht schleifen lassen, sollten schauen, dass wir die Form und die gute Atmosphäre in der Mannschaft bewahren." Ohnehin sorge die Erinnerung an die 0:1-Niederlage im Hinspiel für Motivation. "Wir haben etwas gutzumachen. Das Hinspiel war ein schwaches Spiel von uns", sagt Völklingens bester Torschütze, der aber seit fünf Partien auf Saisontreffer Nummer 23 wartet.

Nicht mehr lange muss der SV Röchling Völklingen warten, bis im Stadion eine Anzeigetafel steht. Die IFS Stadtmarketing Bingen vermarktet die bereitliegende Konstruktion. Diese finanziere sich aus Einnahmen durch die Werbeanzeigen, sagt Brenner. Er traf sich am Donnerstag mit einer Baufirma, die in der Kurve zwischen Gästeblock und Köllerbach ein Fundament für die laut Brenner etwa fünf bis sechs Mal zwei bis drei Meter große Anzeigetafel legen soll. "Wir ziehen keinen wirtschaftlichen Nutzen daraus und zahlen nichts. Dadurch verbessert sich nur die Infrastruktur", sagt der Vorsitzende.

Was den anonymen Spender betrifft, der eine Teilnahme des Vereins an der Relegation durch das Hinterlegen der Kaution von 35 000 Euro beim Regionalverband Südwest ermöglicht hat (wir berichteten), herrscht weiter Rätselraten. Brenner lässt sich nicht in die Karten schauen: "Wir haben zugesichert, dass der Spender anonym bleibt."