1. Saarland
  2. Saarbrücken
  3. Völklingen

Mit Bammel nach Burgbrohl: Haussegen in Völklingen hängt schief

Mit Bammel nach Burgbrohl: Haussegen in Völklingen hängt schief

Durch drei Niederlagen in Folge hat sich der Fußball-Oberligist SV Röchling Völklingen in die Bredouille gebracht. Im Spiel bei der Spvgg. Burgbrohl dürfte es sich an diesem Samstag entscheiden, ob für die Völklinger bis zum Saisonende Zittern angesagt ist.

Er hängt ein wenig schief, der Haussegen beim SV Röchling Völklingen : Mit der verdienten 0:2-Heimniederlage am vergangenen Sonntag gegen den FC Hertha Wiesbach ist das passiert, was nicht hätte passieren sollen: Trotz Tabellenplatz acht stecken die Völklinger in der Fußball-Oberliga nun mitten im Abstiegskampf. "Durch unsere drei Niederlagen in Folge haben wir uns selbst eine Baustelle geschaffen, die ich gerne vermieden hätte", sagt Trainer Günter Erhardt. Nur noch fünf Punkte beträgt der Vorsprung auf die möglichen Abstiegsplätze 14 und 15 - und Röchling hat ein Spiel mehr absolviert.

Der Vergleich mit der Baustelle ist passend. Auf einer Baustelle ist körperliche Arbeit gefragt. Die ließ die Völklinger Mannschaft in Form von kämpferischem Einsatz im Saarderby vermissen. "Die Leistung, die wir gegen Wiesbach gezeigt haben, kam zur Unzeit", sagt Erhardt: "Eine solche Leistung muss die Ausnahme bleiben. Von Abstiegskampf habe ich da nichts gesehen. Dass wir aber mitten drin stecken, muss jetzt bei jedem angekommen sein." Es habe daher unter der Woche "intensive Gespräche" mit den Spielern gegeben. Denn an diesem Samstag wartet um 15.30 Uhr bei der Spvgg. Burgbrohl das nächste Spiel, in dem es sicher alles, aber keinen Schönheitspreis zu gewinnen gibt. Eine Partie, in der es in erster Linie auf kämpferische Tugenden ankommen wird. "Ich gehe stark davon aus, dass das ein ganz schwieriges Spiel wird, weil es für Burgbrohl schon länger nur gegen den Abstieg geht. Diese Mannschaft wird sich im Spiel zerreißen. Mit angezogener Handbremse, wie gegen Wiesbach der Fall, kannst du da nicht bestehen", erklärt Erhardt.

Immerhin dürften Erhardt in der Partie bei den Brohltalern, die als Tabellen-13. vier Zähler hinter Völklingen rangieren, wieder mehr personelle Alternativen zur Verfügung stehen, nachdem sowohl Athanasios Noutsos als auch Arthur Schneider im Heimspiel gegen Wiesbach nach langer Verletzungspause ihre Rückkehr feierten. Überhaupt befinden sich abgesehen von Christian Frank, Murat Adigüzel und Said Chouaib wieder alle Akteure im Training. Auch Torwart Sebastian Buhl, der zuletzt zweimal von Philippe Stelletta vertreten worden war.

Inwieweit Erhardt in Burgbrohl auf die Rückkehrer setzen wird, bleibt abzuwarten. Schließlich fehlt ihnen nach teils langen Pausen die Spielpraxis. Neben einer kämpferischen Steigerung fordert Erhardt auch mehr Konzentration: "Wir müssen unbedingt unsere vielen individuellen Fehler abstellen." Ansonsten könnte der Haussegen nach der Partie in Burgbrohl noch ein bisschen schiefer hängen, als er es ohnehin schon tut.

svroechling.de