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Mallorca-Sternchen Mia kam mit Freunden : Mia Julia gönnt dem Publikum keine Pause

Mallorca-Sternchen Mia kam mit Freunden : Mia Julia gönnt dem Publikum keine Pause

Richtig abfeiern war am Samstag angesagt bei der Mallorca-Party auf dem Erzplatz im Völklinger Weltkulturerbe.

Für einen Tag war Mallorca samt Schinkenstraße und Bierkönig ganz nah. Ohne Ferienflieger zu erreichen, bequem mit dem Zug, für die meisten mit dem Auto und für einige sogar zu Fuß. Denn der Ballermann hat sich vergangenen Samstag auf dem Erzplatz des Weltkulturerbes Völklinger Hütte breit gemacht, auch das Wetter ist ganz Malle-Like: Sonnig, heiß, bei meist wolkenfreiem Himmel.

Dennoch denkt niemand daran zu relaxen. Party ist angesagt, so auch als Ballermann-Sternchen Mia Julia das Geschehen auf der Bühne übernimmt. Mit knapper Kleidung präsentiert die Blondine besonders ihren gut trainierten Sixpack-Bauch, und ihre musikalische Einladung lässt die Männer im Publikum träumen. Ihre Melodie ist dem riesigen Archiv der Popgeschichte entliehen – „Heaven is a Place on Earth“ das Original, mit dem typisch stampfenden Ballermann-Rhythmus unterlegt und freizügigem Text ausgestattet: „Hey Baby, komm doch her zu mir, heute mach‘ ich einen Mann aus Dir.“

Alles klar. Die Hände, wie gefordert, nach oben und hüpfen. Auch wenn die Künstlerin bemerkt, „heute ist wohl Sand im CD-Getriebe“, das ihre Playbacks abspielt. Die Party muss weitergehen, und das tut sie auch. Eine Pause gönnt sie der Crowd vor der Bühne nicht. „Können wir alle springen?“ Können wir, aber Abkühlung ist nötig. Und so schießt hier und da eine Fontaine in die Höhe. Ist das Bier? Möglich, aber ein teurer Spaß. Ein Plastikeimer fliegt hinterher. Also die letzten Reste einer Sangria-Groß-Portion? Wäre wohl zu klebrig. Nein, Wasser, wohl aus den mobilen Sanitäranlagen herbei geschleift. Mal mit kleinem Schwall einen Kumpel erfrischt, so mancher wird aber auch so richtig nass gemacht. Was bei der Sommerhitze zwar kurz die Luft raubt, aber durchaus willkommen ist. Ja und der Rest wird gerne über den Umstehenden verteilt.

Wer Gelegenheiten zum Abkühlen verpasst, findet sich möglicherweise wenig später überhitzt in Begleitung der Sanitäter wieder. Immer wieder führen sie Benommene aus dem hektischen Bereich heraus ins schattige DRK-Zentrum zwischen den Hochöfen.

Mia outet sich derweil als „Dorfkind“ und findet im Publikum allerhand Gleichgesinnte, die gerne bei dem entsprechenden Lied einstimmen. Textsicher auch abseits der unzähligen „Nanana“, „ole ole“ oder Wie-auch-immer-Passagen. Und wer nicht mitsingt, ist Außenseiter? Ein „bist du etwa Stadtkind?“ muss er sich schon mal scheinbar entrüstet fragen lassen. Aber, so die Sängerin: „Wir grenzen keinen aus.“

„Wir brauchen noch mehr Alkohol“, eine weitere Textzeile aus ihren Songs – immer noch mit dem gleichmäßigen Bass-Drumm-Gewummer begleitet. Gestresst schaffen Mitarbeiter den geforderten Stoff bei – auch wenn etliche Gäste bereits gezeichnet sind von der gefährlichen Kombination aus Promille und Hitze. Sangria in Kisten schleppen sie schwitzend bei und müssen sich dabei durch die Party-Gesellschaft schlängeln. Einer hat sogar einen Einkaufswagen voll mit Sangria-Kisten geladen, um mehr als eine oder zwei Kisten transportieren zu können. Gute Idee? Weniger: Der Wagen kommt nur schlecht über den groben Belag des Erzplatzes, und der Mitarbeiter muss sich außerdem noch mit dem Körper schützend über den Korb des Wagens beugen, um seine Ware vor den Umstehenden zu schützen.

Mia ist derweil thematisch bei den technischen Errungenschaften in Sachen Kommunikation angekommen. „Wer folgt mir auf Facebook?“ Das folgende Gejohle bietet ihr Gelegenheit, sich kurz feiern zu lassen. „Wer hat Instagram?“ Vermutlich die meisten, die ihr zu Füßen jubeln. All das hat sie dann auch nochmal in einen Song gepackt.

Auf den T-Shirts der Feiernden sind außerdem „Johnny Däpp“, „Mama Lauda“ und eine gewisse „Beate“ die meistgenannten Ballermann-Götzen. Einige Zeit geht das Treiben so weiter. Mit Oli P., Hüftgold, den Atzen und vielen anderen, die Malle am Samstag mit nach Völklingen brachten.