Menschen zu helfen, ist ihr Credo

Fürstenhausen. Ihren 100. Geburtstag beging in diesem Jahr die katholische Frauengemeinschaft Schmerzhafte Mutter Fürstenhausen, die sich als Elisabethenverein am 14. März 1908 gegründet hatte. Bedürftigen Müttern und alten Frauen zu helfen, war damals das Anliegen. Aber auch für kirchliche Belange hatten die Gründerinnen stets ein offenes Ohr

Fürstenhausen. Ihren 100. Geburtstag beging in diesem Jahr die katholische Frauengemeinschaft Schmerzhafte Mutter Fürstenhausen, die sich als Elisabethenverein am 14. März 1908 gegründet hatte. Bedürftigen Müttern und alten Frauen zu helfen, war damals das Anliegen. Aber auch für kirchliche Belange hatten die Gründerinnen stets ein offenes Ohr. Vor allem durch finanzielle Unterstützung half der Verein, besonders in den Jahren der Weltkriege. Auch als der Verein sich 1968 in Mutterverein umbenannte, blieben die Zielsetzungen gleich. Um ein breites Fundament anzulegen, trat man 1988 dem Dachverband der Katholischen Frauengemeinschaften Deutschlands (kfd) Düsseldorf bei. "Wir vertraten immer die Rechte der Frauen, wie bei den Erziehungszeiten, der Durchsetzung von Rentenansprüchen oder Pflegezeiten", blickt die Vorsitzende Gertrud Dörr, zurück. Die kfd Fürstenhausen engagiert sich auch heute mit Spenden bei karitativen und sozialen Hilfsprojekten. Unterstützung erfahren so Alleinerziehende, die Völklinger Tafel, wo hilfsbedürftige Bürger durch Lebensmittel unterstützt werden oder beim Projekt "Hilfe, ich brauche Arbeit." Über den Tellerrand hinaus blickt die katholische Frauengemeinschaft Fürstenhausen durch ihr Engagement bei "Fight Fistula", ein Projekt, in dem Frauen und Mädchen in Äthiopien, die misshandelt oder missbraucht werden, finanziell und durch Aufklärung unterstützt werden. "Unsere Hilfe kennt eigentlich keine Grenzen", betonen Gertrud Dörr, die mit Kassenwartin Edith Küll und Schriftführerin Hildegard Schlecht, den Verein zusammenhalten. So sind sie auch stolz auf ihre Aktion "Babykorb", wo junge werdende Mütter, die sonst vielleicht keinen anderen Ausweg als eine Abtreibung gesehen hätten, tatkräftige Hilfe erfahren. Bei aller Hilfsbereitschaft pflegt die Frauengemeinschaft noch ein reges geselliges Eigenleben. Zum Jahresprogramm gehören Wallfahrten zu Marienwallfahrtstätten, die monatlichen Seniorennachmittage im Pfarrheim Schmerzhafte Mutter, der seit Jahrzehnten beliebte Elisabethenkaffee oder die Fastnachtsveranstaltung der Tanz- und Theatergruppe der kfd. Wie viele Vereine leidet die katholische Frauengemeinschaft Fürstenhausen auch unter Mitgliederschwund. "Vor allem durch die Überalterung verloren wir in den letzten zehn Jahren rund 100 Mitglieder und stehen nun bei 80", bedauert Gertrud Dörr.

Auf einen BlickGefeiert wird am Sonntag, 9. November. Das Jubiläum beginnt um 14 Uhr mit einer festlichen Andacht in der Pfarrkirche. Anschließend wird im evangelischen Gemeindehaus mit Sketchen und Liedern der Tanz- und Theatergruppe weitergefeiert. hla