Polizei zieht um: Mehr Platz für Völklingens Polizei

Polizei zieht um : Mehr Platz für Völklingens Polizei

Aktuelle Stadtrats-Beschlüsse machen einen Erweiterungsbau für die Polizei möglich und neues Gewerbe in Fürstenhausen.

Das war rekordverdächtig! Kaum hatte Oberbürgermeister Klaus Lorig (CDU) die Stadtratssitzung eröffnet, da war auch schon wieder Schluss. In weniger als zehn Minuten hakten die Kommunalpolitiker am Donnerstag die Tagesordnung ab. Offensichtlich wurden während der Vorberatungen in den Ausschüssen alle Fragen geklärt.

Einstimmig und ohne Diskussion fielen die Beschlüsse zu zwei Bebauungsplänen. Eines der beiden Verfahren schafft die Voraussetzungen für die Unterbringung der Polizei im Postgebäude am Markt. Die Stadt hatte das Gebäude, das nur noch teilweise von der Post genutzt wird, vor Jahren gekauft. Einen Anbau im rückwärtigen Bereich nutzt aktuell die Kindertagesstätte St. Eligius. Deren eigentliches Domizil in der Hofstattstraße wird zurzeit erweitert und umgebaut. Nach der Rückkehr der Kinder an ihren Stammsitz soll der Anbau der Polizeiinspektion Völklingen für eine Erweiterung zur Verfügung gestellt werden. Die Inspektion sitzt in Räumen in der Cloosstraße, die an das Postgelände angrenzen. Dort wird es für die Polizei zu eng. „Polizeiinspektionen müssen darüber hinaus über zwei von einander unabhängige Ein- und Ausfahrtsbereiche verfügen, um im Notfall ohne Verzögerungen zum Einsatzort zu gelangen“, schreibt die Verwaltung in der Sitzungsvorlage. Zur Schaffung der planungsrechtlichen Voraussetzungen für das Vorhaben ist die Teiländerung des Bebauungsplans nötig.

Außerdem sollen unerwünschte Nachnutzungen nach Schließung der Telekom-Dienststelle (Moltkestraße 24) vermieden werden. Der etwa 7700 Quadratmeter große Geltungsbereich des Plans liegt zwischen Markt-, Moltke- und Cloosstraße. Die Ansiedlung von Vergnügungsstätten und Bordellen wird hier ausgeschlossen.

Das andere Bebauungsplanverfahren ermöglicht die Erweiterung des Gewerbeparks Völklingen-Ost. Das Plangebiet, etwa 11,7 Hektar groß, liegt südlich des Siedlungsbereichs von Fenne und westlich des Saarbrücker Stadtteils Klarenthal.

Einigkeit auch in einem weiteren Tagesordnungspunkt: Die Stadt wird sich nicht an dem Bau und dem Betrieb einer deutsch-französischen Kinderkrippe in L‘Hôpital beteiligen. Aus Kostengründen, so der Tenor der Wortbeiträge, müsse man bei dem Projekt passen.

Außerdem stimmte der Rat für die Zusammenlegung der beiden Telekommunikationsstellen in der Moltkestraße zu einem so genannten Basistelefon am Otto-Hemmer-Platz. Damit folgte er dem Vorschlag der Deutschen Telekom. Die beiden Standorte befinden sich praktisch auf direkt gegenüberliegenden Straßenseiten und sind nur wenige Meter voneinander entfernt. Die Telefonzelle auf der Seite der Landmann-Apotheke wird nun abgebaut. Und die Haube an der Behindertentoilette am Otto-Hemmer-Platz wird durch ein Basistelefon in Wandvariante ersetzt. Bei den Sprechstellen handelt es sich um Pflichtleistungsstandorte. Das heißt, die Zustimmung der Stadt zum Rückbau ist erforderlich.

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