Mehr Platz für die Feuerwehr

Der Stadt Völklingen ist ihre Feuerwehr lieb und teuer. Neben dem Neubau des Gerätehauses in Geislautern, geplant für 1,5 Millionen Euro, wird nun das Gebäude in Wehrden für 330 000 Euro erweitert.

Die freiwilligen Feuerwehrleute aus dem Bezirk Wehrden um Löschbezirksführer Kai Forster sind Männer der Praxis. Viele Monate arbeiteten sie in den vergangenen Jahren rund um ihr Feuerwehrgerätehaus und sparten damit der Stadt jede Menge Geld. In den vergangenen Jahren haben sie Erde bewegt, Verbundsteine gelegt und auch die Fassade des Feuerwehrgerätehauses neu gestrichen.

Was jetzt aber ansteht, muss eine Baufirma übernehmen. Denn die Fahrzeughalle ist zu klein und zu niedrig für heutige Fahrzeuge. So schritten Oberbürgermeister Klaus Lorig (CDU ), Wehrführer Herbert Broy und Vertreter des städtischen Grundstücks- und Gebäudemanagementbetriebes (GGM) am Mittwochnachmittag gemeinsam zum offiziellen Akt: Mit ihrem Spatenstich starteten sie symbolisch den Umbau des Wehrdener Feuerwehrgerätehauses in der Hostenbacher Straße. "Damit beseitigen wir einen Missstand, der nicht mehr tragbar war", so Lorig. Mit der sanierten Fahrzeughalle erhalte die Feuerwehr normgerechte Stellplätze für die örtlich stationierten Fahrzeuge, welche zur Bewältigung der zukünftigen Aufgaben unerlässlich seien. Wegen der Enge der vorhandenen Halle bestehe erhebliche Unfallgefahr und somit dringender Handlungsbedarf.

Vor allem wird die Halle tiefer und höher. Dazu wird die alte Flachdachkonstruktion, die vorhandene Hallenfront und teilweise die Bodenplatte abgerissen. Die Bodenplatte wird dann ergänzt, und die neue Hallenfront bietet Platz für normengerechte Sektionaltore. Zum Schutz der Feuerwehrleute vor Dieselmotor-Ausstößen wird eine Absauganlage eingebaut. Der Werksausschuss des GGM hat die Arbeiten am Rohbau, dem Dach und den Toren bereits vergeben. Den Wehrleuten stehen nach Abschluss der Arbeiten in (geplant) spätestens anderthalb Jahren 181 Quadratmeter Hallenfläche zur Verfügung. Die geplanten Kosten belaufen sich auf 330 000 Euro . Der Bezug ist für März 2018 geplant.

Laut Wehrführer Broy erfüllt die Stadt mit dem Umbau eine kommunale Pflichtaufgabe, die der Brandschutz-Bedarfs- und Entwicklungsplan vorgebe. Wie Lorig mitteilte, wird auch in andere Gerätehäuser investiert. Aktuell läuft der Neubau des Feuerwehrgerätehauses Geislautern. Auch in der Innenstadt stünden noch erhebliche Baumaßnahmen am Feuerwehrgerätehaus an.

Am Spätnachmittag eröffnete Klaus Lorig dann auch noch einen neuen Verbindungsweg in Ludweiler. < Bericht folgt