Luisenthal: Plan hilft nichts gegen Straßenstrich

Luisenthal · Völklingens Stadtverwaltung will in Luisenthal verhindern, dass Prostitution, Vergnügungsstätten oder auch Schrotthandel sich weiter ausbreiten. Über den dazu entworfenen Bebauungsplan diskutiert jetzt der Ortsrat.

Bei der Kappensitzung der Karnevalsgesellschaft "Hoch das Bein" Luisenthal ging es noch scherzhaft um das Thema. Am Dienstag, 16. Februar, beschäftigt sich der Völklinger Ortsrat nun ernsthaft mit dem Rotlicht-Milieu in dem Völklinger 1600-Einwohner-Stadtteil. In öffentlicher Sitzung (16.30 Uhr, Saal 2, Neues Rathaus) geht es um den Bebauungsplan "An der Straße des 13. Januar" in Luisenthal .

Oberbürgermeister Klaus Lorig (CDU ) will mit diesem Plan eine weitere Ausbreitung von gewerbsmäßiger Prostitution , Vergnügungsstätten sonstiger Art, Auto- und Schrotthandel in dem Stadtteil verhindern.

Das Plangebiet ist allerdings begrenzt. Der Geltungsbereich des Bebauungsplanes beginnt an der Straße des 13. Januar ab Nummer 138, beidseitig bis zu Nummer 286. Dies liegt vor den Drahtseilwerken und der Baustofffirma Niederer. Hinzu kommen noch Abschnitte der Talstraße und der Straße In der Acht.

Vergnügungsstätten und bordellähnliche Betriebe gibt es im vorgesehenen Plangebiet laut Auskunft der Stadtverwaltung derzeit nicht. Vorhandene Rotlicht-Etablissements lägen außerhalb der Gebietsgrenzen. Auch der Straßenstrich im Bereich der Bahnhofstraße befinde sich nicht im Geltungsbereich des Bebauungsplanes.

Die Straßenprostitution rund um den Luisenthaler Bahnhof hatte im vergangenen Sommer für eine heftige politische Diskusssion gesogt. Die Völklinger Polizei hatte damals erklärt, ihr seien die Hände gebunden, wenn der betreffende Bereich nicht zum Sperrgebiet erklärt werde. Eine derartige Verordnung zu erlassen, liege in der Zuständigkeit der Stadt. Problem dabei: Sperrt eine Kommune bestimmte Bereiche, muss sie anderswo den Straßenstrich ausdrücklich erlauben.

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort