Luisenthal bleibt Roths Sorgenkind

Für die Entwicklung dieses Stadtteils ist derzeit kein Geld da. Aber Ortsvorsteherin Monika Roth sieht mit Freude, dass der Ex- Kaufhof endlich abgerissen wird.

Die Bürger wenden sich nicht nur an Völklingens Ortsvorsteherin Monika Roth (65), wenn ihnen irgendwo der Schuh drückt. Sie melden sich auch, um gute Besserung zu wünschen. "Ich bedanke mich für die Genesungswünsche", sagt die parteilose Kommunalpolitikerin im Gespräch mit unserer Zeitung. Eine Krankheit hat sie mehrere Monaten außer Gefecht gesetzt, mittlerweile geht es aber aufwärts. Roth hofft, ab April wieder einsatzbereit zu sein.

Während der Zwangspause leitet ihr Stellvertreter Uwe Steffen (CDU) die Ortsratssitzungen. Er spricht sich mit ihr ab, hält sie auf dem Laufenden. "Ich bin informiert", versichert Roth. Sie freut sich darauf, bald wieder aktiv ins Geschehen eingreifen zu können.

Im Völklinger Ortsrat müssen nicht nur die Wünsche vieler Parteien, sondern auch die Interessen verschiedener Stadtteile unter einen Hut gebracht werden. Die Mitglieder sind für das gesamte Stadtgebiet zuständig, mit Ausnahme von Ludweiler und Lauterbach. Gerne suchen sie vor Ort den Dialog mit den Bewohnern.

"Das kommt bei den Bürgern sehr gut an", versichert Roth. Sie nennt ein Beispiel, wie mit Unterstützung des Ortsrates geholfen wurde: Nachdem die Poller vor einer Apotheke in Geislautern abgebaut wurden, können die Kunden dort nun kurz halten. Die Rundreise durch die Stadtteile geht weiter, am 19. April wird man in Fürstenhausen das Gespräch suchen.

Monika Roth ist froh, dass der ehemalige Kaufhof in der Völklinger City endlich abgerissen wird. Sie hofft, dass sich dort wie geplant ein Modepark ansiedelt. Damit, so Roth, würde eine Angebotslücke im Bereich der Herrenmode geschlossen. Auch mit Blick auf die neue Seniorenresidenz am Alten Rathaus und das neue Ärztehaus in der Poststraße sieht sie die Innenstadt auf einem guten Weg.

Das Sorgenkind bleibe Luisenthal, betont die Ortsvorsteherin. Sie bedauert, dass zurzeit keine Fördermittel zur Entwicklung des Stadtteils zur Verfügung stehen. Immerhin: Kürzlich beschloss der zuständige Stadtratsausschuss, dass der Gehweg unter der Bahnbrücke in der Altenkesseler Straße verbreitert werden soll. Das Nadelöhr ist die einzige Verbindung zwischen Ober- und Unterdorf.

Sorgen bereitet der Ortsvorsteherin auch die Völklinger Herbstkirmes. Die Anzahl der Fahrgeschäfte und Verkaufsstände ist immer mehr zurückgegangen. Monika Roth hofft, dass in diesem Jahr die neue Marktordnung zum Zuge kommt. Sie sieht vor, die Standgebühr für die Schausteller bei der Herbstkirmes zu halbieren. Bisher sind die Änderungen allerdings noch nicht in Kraft. Der Ortsrat Lauterbach, erläutert Roth, habe der neuen Marktordnung nicht zugestimmt.

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