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Mehr Sicherheit für Fußgänger
Ortsrat will Sicherheit für Fußgänger

Blick auf Ludweiler von oben. Links im Bild die Hugenottenkirche, vorn der Friedrich-Ebert-Platz. Auf der Völklinger Straße – sie verläuft diagonal durchs Bild –  ist zu diesem Zeitpunkt gerade ungewöhnlich wenig Autoverkehr zu beobachten. 
Blick auf Ludweiler von oben. Links im Bild die Hugenottenkirche, vorn der Friedrich-Ebert-Platz. Auf der Völklinger Straße – sie verläuft diagonal durchs Bild –  ist zu diesem Zeitpunkt gerade ungewöhnlich wenig Autoverkehr zu beobachten.  FOTO: BeckerBredel
Ludweiler . Ludweilers Ortsrat wünscht sich an der Völklinger Straße einige Extra-Druckampeln – der Fußgänger-Sicherheit zuliebe. Von Andreas Lang

Kritische und brenzlige Punkte entlang der Völklinger Straße hat der Ortrat Ludweiler am Montagabend im Vorfeld seiner Sitzung im Alten Bürgermeisteramt an Ort und Stelle unter die Lupe genommen. Und das trotz des eisigen Windes, der jede kleinste Ritze in der Kleidung entlarvte.


Eine „Drückerampel“ soll statt des bisherigen Zebrastreifens den Übergang über die Völklinger Straße am Friedrich-Ebert-Platz sicherer machen: Das ist die erste Anmerkung des Gremiums zum Thema Verbesserung der Verkehrssicherheit. Die Ampel soll Fußgängern auf Anforderung – also per Knopfdruck – grünes Licht geben. Die Verwaltung könne einwenden, dass mehrere solcher „Drückerampeln“ auf kurzer Strecke nicht aufeinander folgen dürfen, so erarbeitet die Runde in der Diskussion. Ortsvorsteher Andreas Willems (SPD) weiß die rechte Antwort darauf: „In unserem Nachbarstadtteil Geislautern geht das ja auch.“ Vor allem an Markttagen sei die Situation derzeit schlecht zu überblicken und deshalb gefährlich. Denn die Stände breiteten sich auch über die Pollergrenze des Platzes hinaus in Richtung Bordstein aus. Und dann sähen Autofahrer einen Fußgänger, der den Zebrastreifen nutzen möchte, möglicherweise zu spät oder überhaupt nicht. Deshalb soll die Verwaltung auch auf die Marktbeschicker einwirken und darauf beharren, dass die Händler sich nur innerhalb des Friedrich-Ebert-Platzes aufstellen.

Einmal vor Ort, fordert Christdemokrat Bernd Bohner Pflanzkübel, die ersten Stellflächen des Parkstreifens an der Ausfahrt des Platzes in Richtung Völklingen zustellen. „Wenn da Autos parken, ist die Straße kaum noch einsehbar“, sagt er zur Begründung. Parteikollege Volker Zarth wünscht sich, dass sich an der Einmündung der Hohlstraße was ändert – also stoppt die Ortsratskarawane dort im eisigen Wind. Worum es geht: den Schilderwald lichten und die Ortspolizeibehörde auffordern, die Einhaltung des absoluten Halteverbots zu überwachen, Falschparkern also Knöllchen auszustellen und so das unerlaubte Parken zu unterbinden.



An der Ecke steht übrigens bereits eine Drückerampel. Mit ihrem Umfeld aber sind die Kommunalpolitiker nicht zufrieden. Auto-Stellplätze zweier Restaurants, besser gesagt, die darauf abgestellten Vehikel, könnten die Sicht auf die Ampel versperren. Außerdem ist es gefährlich, rückwärts von diesen Stellflächen zurück auf die Straße zu fahren – ein Autofahrer demonstriert es, als sei’s bestellt.

Auch am Norma-Parkplatz, dem letzten Halt der Ortsbegehung, ist die Ausfahrt unübersichtlich. Weshalb sich der Ortsrat schon mehrfach dafür ausgesprochen hat, Verkehrsspiegel zu installieren. Von der Verwaltung gab es bisher jedoch immer einen Korb. Aufgeben will der Rat aber nicht. Bohner listig: „Der stete Tropfen höhlt den Stein.“

Unterwegs bei eisigem Novemberwind: Der Ortsrat Ludweiler bei einer Ortsbesichtigung auf der Völklinger Straße. Vorn links Ortsvorsteher Andreas Willems (SPD).
Unterwegs bei eisigem Novemberwind: Der Ortsrat Ludweiler bei einer Ortsbesichtigung auf der Völklinger Straße. Vorn links Ortsvorsteher Andreas Willems (SPD). FOTO: Andreas Lang