Lorig: Auch Deutsche dürfen rein

Völklingen hat über 1,3 Millionen Euro aus dem Flüchtlingswohnraumprogramm des Landes erhalten. Laut Oberbürgermeister Klaus Lorig werden auch Deutsche davon profitieren. Die Gemeinnützige Städtische Wohnungsgesellschaft (GSW) geht mit dem Geld kräftig ans Sanieren.

Innenminister Klaus Bouillon (CDU ) hat der Stadt Völklingen einen Förderbescheid über insgesamt 1 340 800 Euro aus dem Flüchtlingswohnraumprogramm des Landes überbracht. Dies geschah in einer der renovierten Wohnungen im Bereich der Gemeinnützigen Städtischen Wohnungsgesellschaft (GSW) in den Hochhäusern am Wehrdener Berg. Klaus Bouillon sagte dazu: "Integration fängt mit einem Dach über dem Kopf an. Die Stadt Völklingen war sehr aktiv, um Wohnungen für Flüchtlinge vorzuhalten."

Geld für 74 Wohnungen

Die Förderung für die Stadt umfasst insgesamt 22 Bewilligungen zur Weitergabe an Dritte beziehungsweise an die städtische Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft (GSW). Insgesamt 22 Maßnahmen mit 74 Wohnungen mit 4300 Quadratmetern Wohnfläche für 271 Personen konnten so gefördert werden. Die Stadt Völklingen war bereits im Jahr 2015 bei der Wohnraumschaffung für Asylbewerber und andere bedürftige Personenkreise sehr aktiv. 16 Anträge wurden bewilligt und damit 3852 Quadratmeter Wohnfläche für 164 Personen geschaffen. Die Kosten dieser Maßnahmen beliefen sich auf zirka 1,3 Millionen Euro , zu denen durch das Innenministerium Zuschüsse und Bedarfszuweisungen von insgesamt rund 850 000 Euro gewährt wurden.

Von 30 Millionen Euro "an Investitionen in die Gesellschaft" spricht der Minister saarlandweit. Da diese in der Regel an Beteiligungen der Kommunen gebunden seien, seien insgesamt 60 Millionen investiert worden: "Da bleibt was, was den Deutschen hilft." "Fördergelder sind wichtig, damit wir als Kommune vorankommen können", so Oberbürgermeister Klaus Lorig (CDU ).

GSW-Mieter profitieren

Die 1,3 Millionen Euro , so Lorig, würden auf die ganze Stadt verteilt, "denn wir haben in Sachen Unterbringung von Flüchtlingen von Anfang an auf Dezentralisierung gesetzt." Auf die jetzt sanierten Wohnungen hätten auch deutsche Bewerber Zugriff. Und auch wer schon länger Mieter der GSW sei, könne profitieren.

GSW-Geschäftsführer Markus Arend: "Für uns bedeutet das mehr Mieteinnahmen." Dadurch sei die Kapazität der vorhandenen Sozialwohnungen besser ausgeschöpft und es bliebe mehr Geld, das in die Sanierung anderer Wohnungen fließen könne.