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Linke wollen Neonazis „wegputzen“

Völklingen. Am Samstag wird in Völklingen demonstriert. Eine Neonazi-Organisation will durch die City ziehen. Völklingens Linke halten mit einer eigenen Kundgebung dagegen. Doris Döpke

Neonazi-Demonstration und linke Gegendemonstration stehen in Völklingen am Samstag, 28. März, bevor. Wie Paul Ganster, Geschäftsführer der Linken-Fraktion im Völklinger Rat, mitteilte, hat die in Dillingen beheimatete rechtsradikale "Sturmdivision Saar " einen Zug durch die Innenstadt angemeldet. Ganster und die Linken halten dagegen: Sie rufen zu einer Mahnwache auf, zu der die Teilnehmer Besen, Eimer, Klobürsten mitbringen sollen, um den "braunen Müll" wegzuräumen.

Christina Hennrich, zuständige Fachbereichsleiterin im Rathaus, bestätigte auf SZ-Anfrage, dass die "Sturmdivision Saar " demonstrieren wolle. "Tradition und Kultur schützen" habe der Anmelder, der Großrosseler Matthias Treinen, als Motto angegeben. Er erwarte etwa 25 Teilnehmer, sagte Hennrich. Die wollen sich um 12 Uhr auf dem Hindenburgplatz treffen und ab 13 Uhr durch die Stadt ziehen. Ihr Weg: Danziger Straße, Gatter-, Post- und Bismarckstraße, Karl-Janssen-Straße, Hohenzollernstraße, zurück zum Hindenburgplatz.

Die Linken versammeln sich von 12 bis 14 Uhr zur Kundgebung vor der Stadtsparkasse in der Bismarckstraße. Ganster erwartet 50 bis 200 Teilnehmer. Nachdem die Neonazis ihren Standort passiert haben, wollen die Gegendemonstranten "in einer symbolischen Aktion dem braunen Mob hinterher putzen" (Ganster). "Wir wollen zeigen, dass Völklingen eine Stadt ist, in der Menschen unabhängig von Herkunft und Religion willkommen sind", sagt Ganster.

Eine weitere rechtsgerichtete Demonstration hat Sascha Wagner von der Gruppe Sagesa (Saarländer gegen Salafisten ) für Montag, 30. März, 18.30 bis 21 Uhr, angemeldet. Dieser "Abendspaziergang", berichtete Hennrich, habe das Motto "Der Islam gehört zum Saarland wie der Schwenker zum Veganer ". Die Route stehe noch nicht fest. Auch Jörg Hiry, Vize-Chef der Völklinger Polizei , konnte dazu noch nichts sagen. Der Polizeieinsatz bei den Samstags-Demos, erläuterte er, werde von Saarbrücken aus geleitet.