Leserbrief zum Thema Gehweg-Kosten

Nachhaltigkeit und Kostenklarheit

Zum Artikel "Stadtrat stellt Gehweg-Ausbau zurück", SZ vom 27. November

Trotz Bürgerhinweisen und Treppenstraße-Erkenntnissen war der Ortsrat, mit seiner Spitze Monika Roth, nicht fähig, seiner Entscheidung eine Bürgerinfo vorzuschalten. Ebenso entschied der Ausschuss nichtöffentlich und treu nach Vorlage der Scheinalternativen. Indes ist dem Stadtrat (Linke, Grüne, SPD , Freie Wähler ), weiterhin Herr der Entscheidung, Lob zu zollen, die unmittelbar Betroffenen vorher auch unmittelbar zu beteiligen. Dazu mussten aber einige Bürger mit Sachargumenten informell Gehör finden. Vordringlich zur Gehweg-Entscheidung müssen Belastungen für die verschuldete Stadt und die Einkommen vieler knapper - nicht nur bei Älteren - Anliegerhaushalte beachtet werden. Beiträge der Stadt sind auch Bürgergeld, und stundungsweise Zahlungen ändern nichts am Geldverlust. So ist die Verwaltung gefordert, unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit , aber auch Kostenklarheit und -wahrheit unkonventionelle Alternativen darzustellen, um z. B 1200 Quadratmeter intakte Verbund steinfläche nicht als Bauschutt zu entsorgen und, solidarisch durch alle, die Asphaltgehweganlieger ins Konzept zu integrieren. Gestaltungsergänzungen sind danach weiter möglich.

Werner Schmitt, Völklingen