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Leserbrief zum Thema City-Tiefgarage

Leserbrief zum Thema City-Tiefgarage

Jetzt liegt das Kind im Brunnen

Zum SZ-Artikel "Operation Tiefgarage startet" (SZ vom 22. Januar) und weiteren Berichten

Wenn ich als ehemaliges Stadtratsmitglied oft auf marode Zustände in der Tiefgarage hingewiesen habe, man erinnere sich nur an das Bild von mir mit Regenschirm, hatte man damals die Sache nicht für so wichtig genommen und wieder Jahre vergehen lassen. Jetzt, wenn das Kind im Brunnen liegt, werden den Stadtverordneten die Folgeschäden, regelrechte Schreckgespenste, vorgeführt.

740 000 Euro für Sanierungen, das zahlen wir ja aus der Portokasse, wo ja nur ein Teil saniert werden kann, an den nötigsten Stellen nur! Die restlichen Sanierungen? Mal ruhig weiter rosten lassen!

Herr Baufachmann Michely hat die Ratsmitglieder jetzt durch das Gebäude geführt, warum nicht schon viele Jahre früher? Muss man denn immer abwarten, bis alles marode ist? Der Rat hätte auch schon viel früher zugestimmt.

Derweil verfallen andere ehemalige schöne Häuser in der Stadt immer mehr und mehr. An dieser Stelle möchte ich auch an zwei große mehrstöckige Gebäude An der Acht in Luisenthal erinnern. Bei meinen wöchentlichen Sparziergängen dreht sich einem hier der Magen um. Die Nachfrage für die Unterbringung von Flüchtlingen soll doch so groß sein. Sanierungen kommen mit Sicherheit billiger weg als Abriss und Neubau. Na ja, warten wir es ab bis zur nächsten Besichtigung!

Karl-Heinz Remark, Völklingen.