Leerstände weichen modernem Bau

Völklingen. Ein weiteres Bauprojekt in der Völklinger Innenstadt steht kurz vor dem Start: Ende November sollen an der Ecke Bismarckstraße/ Poststraße die Bauarbeiter anrücken. Dort will die Gemeinnützige Städtische Wohnungsgesellschaft (GSW) einen modernen Geschäftsbau errichten. Oberbürgermeister Klaus Lorig stellte gestern bei einem Pressegespräch die Pläne vor

Völklingen. Ein weiteres Bauprojekt in der Völklinger Innenstadt steht kurz vor dem Start: Ende November sollen an der Ecke Bismarckstraße/ Poststraße die Bauarbeiter anrücken. Dort will die Gemeinnützige Städtische Wohnungsgesellschaft (GSW) einen modernen Geschäftsbau errichten. Oberbürgermeister Klaus Lorig stellte gestern bei einem Pressegespräch die Pläne vor. Das Vorhaben umfasst die Bauten vom ehemaligen Völklinger Café in der Poststraße bis zu einem früheren Lampengeschäft in der Bismarckstraße. Sie stehen allesamt seit geraumer Zeit leer und sind in schlechtem Zustand. Deshalb, so Lorig, habe die GSW, nachdem sie die entsprechenden Grundstücke erworben hatte, entschieden, die alten Häuser abzureißen und durch einen modernen Neubau zu ersetzen. Für dessen Planung zeichnet der Völklinger Architekt Achim Pollmann verantwortlich, schon zuvor in Sachen Stadtsanierung aktiv, unter anderem bei der Wehrdener Kulturhalle und den historischen Häusern in der Rathausstraße. Der Neubau - barrierefrei und mit aktueller Energiespar-Technik - wird viergeschossig sein und insgesamt rund 1800 Quadratmeter Nutzfläche bieten. Im Erdgeschoss sind zwei große Ladenlokale geplant, die oberen Etagen sind für Büros und Dienstleistungsunternehmen gedacht. Zwei Etagen mit zusammen rund 600 Quadratmetern sind bereits jetzt, noch vor dem ersten Handschlag, vermietet; zwei Notare wollen ihre Kanzleien dorthin umsiedeln. Der Fußgänger-Zugang ist von der Poststraße aus geplant. Für Autofahrer führt der Weg über die Rückseite des Komplexes: Von der Hüttenwerkstraße gelangen sie in die Tiefgarage mit 18 Auto-Stellplätzen und von dort ins Treppenhaus beziehungsweise zum Aufzug. In der letzten Novemberwoche soll es losgehen. Am Anfang stehen Ausräumen und Entkernen der Altbauten. Spätestens Anfang Januar sollen die Abrissbagger anrücken. Für Anfang Februar ist der Baubeginn vorgesehen; zehn Monate Bauzeit sind veranschlagt. Möglichst noch 2010, so hofft Architekt Pollmann, sollen die ersten Mieter einziehen können - auch wenn ihre Verträge erst vom 1. Januar 2011 an laufen. Finanziert wird die Vier-Millionen-Euro-Investition nach Auskunft von GSW-Geschäftsführer Dieter Füchsle über Kredite. Nein, versichert er, dadurch türme die GSW keinen ungebührlichen Schuldenberg auf; die Mieten seien so kalkuliert, dass die GSW schwarze Zahlen schreibe.

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