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Landesbetrieb investiert 31 000 Euro in höheres Geländer

Landesbetrieb investiert 31 000 Euro in höheres Geländer

Völklingens Stadtverwaltung hat den Landesbetrieb für Straßenbau (LfS) überzeugen können: Der LfS will nun das Geländer erhöhen und so Radfahren auf dem Gehweg der Brücke am Weltkulturerbe möglich machen.

Die über 30 000 Euro, die für eine Rampe vom Saar-Radweg auf die Wehrdener Brücke in Richtung Weltkulturerbe ausgegeben wurden, sollen sich nun doch noch auszahlen. Der Landesbetrieb für Straßenbau (LfS) will noch im ersten Halbjahr 2016 das Brückengeländer so erhöhen, dass Radler auf dem Gehweg zügig und sicher zum Weltkulturerbe gelangen können. Der LfS will dafür rund 31 000 Euro ausgeben, teilte Völklingens Oberbürgermeister Klaus Lorig (CDU ) mit.

Anstoß für die Diskussion hatte der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) Saar gegeben. Der ADFC hatte im vergangenen November kritisiert, dass Radfahrer , die vom Saar-Radweg in Richtung Weltkulturerbe fahren möchten, bereits unmittelbar nach der neu errichteten Rampe an der Wehrdener Saarbrücke die Straße benutzen müssten. Tatsächlich war der zweieinhalb Meter breite Gehweg auf dem Teilstück Wehrdener Brücke und Weltkulturerbe seit Juli 2015 für Radfahrer gesperrt. Grund: Nach den Empfehlungen für Radverkehrsanlagen sind ausreichend hohe Geländer als Absturzsicherung nötig. Das Geländer auf der Wehrdener Saarbrücke misst aber derzeit in der Höhe nur 1,20 Meter, das Geländer an der Gleisbrücke am Weltkulturerbe nur einen Meter (die SZ berichtete).

Der LfS will nun, wie er Lorig mitteilte, das Geländer an der Gleisbrücke auf einer Länge von 215 Metern auf 1,30 Meter erhöhen. Wegen der Verkehrsbelastung der Brücke mit rund 11 600 Kraftfahrzeugen innerhalb von 24 Stunden sei diese Maßnahme sinnvoll. Zudem sei es durchaus vertretbar, das Radfahren über die beiden Bauwerke, Gleisbrücke und Wehrdener Brücke, gemeinsam mit dem Fußgängerverkehr zuzulassen. Mit der Geländererhöhung könne das Sicherheitsrisiko für Radfahrer von der neuen Rampe bis hin zum Kreisverkehr am Weltkulturerbe minimiert werden, heißt es.