Lärmschutzwand ist Bedingung für neuen Supermarkt in Völklingen

Völklingen : Lärmschutzwand ist Bedingung für neuen Supermarkt

Ein neuer Lebensmittelmarkt soll im Völklinger Nordwesten auf einem Gelände an der Pasteurstraße entstehen. Es wird seit Jahrzehnten als Baustofflager genutzt. 800 Quadratmeter Verkaufsfläche, möglicherweise mit Backshop und Café, soll der neue Markt umfassen, den die Immobiliengesellschaft Schoof aus Frankfurt am Main bauen will.

Für Kunden werden 75 Parkplätze zur Verfügung stehen, als Nutzer wird in der Verwaltungsvorlage die Netto-Kette genannt, die unter anderem Filialen im Völklinger Zentrum und im Stadtteil Luisenthal betreibt. In der Umgebung dominieren Wohnhäuser, dazu kommen eine Bankfiliale, eine Bäckerei und ein Kindergarten. Unmittelbar südlich an das Plangebiet grenze eine Baufirma mit mehreren Hallen an. Das Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz (LUA) teilt nach Angaben der Verwaltung in der Sitzungsvorlage mit, dass vor einer Bebauung des Grundstücks ein Sachverständiger die „Altlastensituation“ klären soll. Eventuell seien Sanierungsmaßnahmen vor Baubeginn oder während des Baus nötig. Der Stadtrat hat dem Bauprojekt ohne weitere Diskussion zugestimmt. Allerdings nur unter der Bedingung, dass eine  Lärm- und Sichtschutzwand für die Anwohner gebaut wird. Das hatte sich bereits in den Beratungen der Ausschüsse des Stadtrates abgezeichnet. In der Sitzung des Ortsrates hatte auch der Betreiber eines Edeka-Marktes in der Nähe die Ansiedlung kritisiert und angemerkt, einer der beiden Märkte werde auf lange Sicht schließen müssen. Die Verwaltung ist trotzdem für die Ansiedlung. Sobald es in die Planungsphasen geht, ist neben der Lärm- und Sichtschutzwand mit weiteren Forderungen der Kommunalpolitiker und kommunaler Institutionen zu rechnen. Unter anderem hat bereits die Behindertenbeauftragte Michaela Zieder angemahnt, auf die Belange ihrer Zielgruppe und die Gesetze zur Barrierefreiheit zu achten.

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