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Künftig nur noch Flüsterasphalt
Lärmaktionsplan in Völklingen: CDU fordert Taten

Völklingen. Sprecherin Ulrike Müller: Bei Straßensanierungen muss Flüsterasphalt her. Soviel müsse der Schutz der Anwohner wert sein.

(red) Die Lärmaktionsplanung in Völklingen ist am heutigen Donnerstag (17 Uhr, Neues Rathaus, Großer Saal) ein Thema in der öffentlichen Stadtratssitzung. Die CDU-Stadtratsfraktion hat in diesem Zusammenhang gefordert, bei Straßensanierungen auch regelmäßig Maßnahmen zur Lärmreduzierung durchzuführen. Die Union setzt dabei auf lärmmindernde Fahrbahnoberflächen und Flüsterabdeckungen für Kanaldeckel.



Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Ulrike Müller teilte dazu mit, trotz der starken Belastung der Völklinger Bürgerinnen und Bürger bleibe der Kommune nur die Möglichkeit der Einführung von Tempo 30 und die Kontrolle des Verkehrs durch Radarmessungen und/oder der Einsatz lärmmindernder Fahrbahnoberflächen an verkehrsreichen Straßen. Dies sei nicht nur bei den Straßen zu fordern, bei denen die Stadt Völklingen Baulastträger sei, sondern vor allem auch bei den Straßen, die in der Trägerschaft des Landes oder Bundes seien. Es dürfe nicht sein, dass vor allem diese beiden Baulasttträger bei Sanierungen ausschließlich auf die Kosten schauten, aber nicht die Belange der Anwohner berücksichtigten. Die CDU-Stadtratsfraktion werde im Blick behalten, wie mit der Umsetzung bei künftigen Sanierungen durch die Baulastträger umgegangen werde.

Es sei so, dass die stark vom Verkehr belasteten Straßen nicht im Eigentum der Stadt Völklingen seien, sondern unter der Aufsicht von Land und Bund stünden. Deshalb ist sei es auch nicht möglich, von Seiten der Stadt andere Maßnahmen wie zum Beispiel den Bau von Fahrbahnverengungen durchzuführen. Bei jeder Maßnahme, die von der Stadt Völk­lingen durchgeführt werde, müsse jedenfalls der lärmmindernde Asphalt aufgetragen werden, auch wenn dies bis zu 20 Prozent teurer sei. „Das muss uns der Schutz der Anlieger wert sein“, so Ulrike Müller.