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Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit in Völklingen wegen Corona stark gestiegen

Arbeitsmarkt in Völklingen : Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit wegen Corona sprunghaft gestiegen

Durch die Corona-Pandemie stieg die Zahl der Arbeitslosen im Raum Völklingen sprunghaft an. Auch auf dem Stellenmarkt hinterlässt das Virus Spuren.

Die Völklinger Geschäftsstelle der Agentur für Arbeit zählte im April 2 877 Arbeitslose. Das sind 210 mehr als noch im März. Im Vergleich zum Vorjahresmonat stieg die Zahl um 683. Die Arbeitslosenquote stieg um fast einen Prozentpunkt auf 11,7 Prozent.

Im gesamten Regionalverband wurden im April 17 684 Arbeitslose gemeldet, 1 264 mehr als im März. Grund hierfür ist laut Jürgen Haßdenteufel, Vorsitzender der Geschäfsführung der Agentur für Arbeit im Saarland, die momentane Corona-Situation, in deren Folge sich die Arbeitslosenmeldungen von bisher Erwerbstätigen „extrem erhöht“ habe. Verstärkend käme noch hinzu, dass Betriebe derzeit kaum noch einstellen. Auch die sonst üblich „Frühjahrsbelebung“ des Arbeitsmarktes würde in diesem Jahr wegen der Pandemie nicht stattfinden.

Besonders im Bereich der Kurzarbeit ließen sich die Auswirkungen der Corona-Krise auf dem Arbeitsmarkt besonders deutlich erkennne. So sei die Zahl derjenigen, die in Kurzarbeit gingen, von März auf April nochmals gestiegen. Bisher hätten im gesamten Regionalverband über 3 600 Unternehmen aus nahezu allen Branchen und rund 51 000 Personen Kurzarbeit angemeldet.

„Würde die Arbeitsagentur im Moment nicht über Kurzarbeitergeld eine starke Brücke für viele Betriebe bauen, wären noch deutlich mehr Männer und Frauen von Arbeitslosigkeit betroffen und viele Unternehmen in ihrer Existenz bedroht“, erläutert Haßdenteufel.

Auch auf dem Stellenmarkt habe Corona „drastische Spuren“ hinterlassen, sagt Haßdenteufel. In einigen Wirtschaftsbereichen würden die Stellenbesetzungen „fast zum Erliegen“ kommen. Insgesamt 295 freie Stellen hätten die Unternehmen in der Region im April gemeldet. Das sind über 480 weniger als im März und über 60 Prozent weniger im Vergleich zum Vorjahr.