Ein buntes Programm: Kunterbunter Kulturenaustausch

Ein buntes Programm : Kunterbunter Kulturenaustausch

Andere Lebensweisen, andere Nationalitäten kennenlernen, dafür bietet die Interkulturelle Woche jede Menge Gelegenheit. 33 Vereine haben ein buntes Programm gebastelt. Es gibt Musik, Essen, Informationen. Und am Ende (hoffentlich) ein besseres Verständnis füreinander.

„Vielfalt verbindet“, lautet das Motto der Interkulturellen Woche, die bald in Völklingen stattfindet. Bis zum 29. September wird ein umfangreiches Programm angeboten. Start ist am Montag, 25. September, mit einem bunten Konzertprogramm von 18 bis 22 Uhr in der Kulturhalle Wehrden. Die Stadt Völklingen lädt hierzu gemeinsam mit dem Musiktanztheater-Laboratorium Mutanth ein: Künstler aus verschiedenen Kulturen wie Syrien, Lateinamerika, Afrika und auch Europa werden ein vielfältiges und fröhliches Bühnenprogramm mit Musik, Tanz und Theater bestreiten, das zum Mitmachen einlädt.

6854 Ausländer leben in der Stadt Völklingen, so ist es auf der Internetseite der Stadt Völklingen unter der Rubrik „Statistik“ nachzulesen, Stand 31. Dezember 2016. Wobei das Wort „Ausländer“ doch Rätsel aufgibt. Sind unter dem Begriff auch Bürger mit einem Doppelpass aufgeführt, Migranten der zweiten oder gar dritten Generation? Wer ist Ausländer? In einem Punkt jedenfalls besteht Klarheit: Die Interkulturelle Woche spricht alle an, Deutsche, Einheimische, Flüchtlinge, Zugereiste.

Als besonderer Programmpunkt wird an Tag Eins das Tanztheater „Haus in Flammen – Perspektiven in einem neuen Land“ aufgeführt, das das Musiktanztheater-Laboratorium mit Schülern der Gemeinschaftsschule Sonnenhügel in einer Projektwoche erarbeitet hat. Das Tanztheater thematisiert die aktuelle Situation zwischen Einheimischen und Geflüchteten.

Eine weitere Schule, das BBZ Völklingen Am Bachberg, beteiligt sich ebenfalls an der Interkulturellen Woche. Gemeinsam mit der  Stadt Völklingen in Kooperation mit der Industrie- und Handelskammer (IHK), der Handwerkskammer (HWK) und der Bundesagentur für Arbeit, geflüchteten Schülern sowie deren Eltern, informiert die Schule  über das Bildungssystem im Saarland.  Unter dem Motto „Bildung als Brücke in den Beruf“ werden Fragen beantwortet, etwa „Welche Möglichkeiten bietet das BBZ in Völklingen?“ „Wie sieht das Schulsystem aus?“ „Warum ist eine Ausbildung so wichtig?“ „Welche Berufe haben Zukunft?“. Die Veranstaltung findet am Donnerstag, 28. September, von zehn bis 13 Uhr in den Räumen des Berufsbildungszentrums Völklingen statt.

Auch der Frauen- und Kulturverein Violen informiert über verschiedene Bildungswege. Untersucht werden am Dienstag, 26. September, grundsätzliche Fragen, wie „Was ist besser, Schule oder Ausbildung?“ Und wie finden Eltern den „richtigen“ Weg für ihr Kind?

Die Veranstaltung findet von 15 bis 17.30 Uhr in den Räumen des Vereins, Rathausstraße 26 in Völklingen, statt. „Die Veranstaltung soll  das Bildungssystem im Saarland und die Hilfestellung beschreiben, die etwa durch die ehrenamtliche Organisation ArbeiterKind.de gegeben werden kann“, sagt die Violen-Vorsitzende Cemile Ülgü.

Zu einer öffentlichen Probe lädt dieTheatergruppe der Grundschule Bergstraße/Röchlinghöhe am Dienstag,26. September, ins Theater Am Alten Bahnhof ein, von 15.30 bis 16.45 Uhr. Das Projekt im Rahmen von Sprachförderung und Integration gibt es seit September 2016. Das gemeinsame Erleben sowie die Förderung der Ich-Kompetenz stehen im Mittelpunkt.

Ebenfalls am Dienstag, 26. September, von 15.30 bis 17.30 Uhr bietet die Kunstschule Kassiopeia in der Pfarrwiesstraße 1 in Wehrden eine Lesung für Kinder an, „Märchen aus aller Welt“.  Jedes Land hat seine eigenen  Märchen. Geschichten­erzähler Gernot Richter hat sich in Völklinger Grundschulen auf die Suche nach den Lieblingsmärchen von Kindern aus anderen Kulturen gemacht.

Insgesamt 21 Veranstaltungen gibt es bis zum 29. September. 33 Vereine, Verbände und Gruppen nehmen an der Interkulturellen Woche in Völklingen teil.

Im Rahmen der Abschlussveranstaltung der Interkulturellen Woche in Völklingen lädt das BIWAQ-Projekt des Diakonischen Werkes an der Saar am Freitag, 29. September, um 11 Uhr zur Veranstaltung „Willkommen im Nordbeet – Der Interkulturelle Garten stellt sich vor“ ein. Nach einem gemeinsamen Nationengebet in der Versöhnungskirche informieren die Verantwortlichen über das Gartenprojekt. Anschließend sind alle eingeladen,  im Garten neben der Versöhnungskirche mit einem kleinen Buffet dessen einjähriges Bestehen zu feiern. Fragen beantwortet Projektkoordinator Dieter Schumann, Tel.  (0 68 98) 69 02 11 02

Das Programm ist bei der Stadt Völklingen erhältlich: Fachdienst Jugend, Frauen, Senioren und Integration, Telefon (0 68 98) 13 24 42.

Mehr von Saarbrücker Zeitung