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| 17:33 Uhr

Warndt-Weekend
Kunst im alten Bergwerk und viel Natur

100 Jahre alt ist sie und trotzdem noch fit, die Dampffördermaschine des einstigen Bergwerks Velsen. Beim Warndt-Weekend wurde das Jubiläum groß gefeiert. Die  Berg und Hüttenleute Dorf im Warndt  halten die Riesin funktionstüchtig. Und träumen davon, sie mal wieder in Betrieb zu nehmen. Fotos (3): Becker & Bredel
100 Jahre alt ist sie und trotzdem noch fit, die Dampffördermaschine des einstigen Bergwerks Velsen. Beim Warndt-Weekend wurde das Jubiläum groß gefeiert. Die  Berg und Hüttenleute Dorf im Warndt  halten die Riesin funktionstüchtig. Und träumen davon, sie mal wieder in Betrieb zu nehmen. Fotos (3): Becker & Bredel FOTO: BeckerBredel
Warndt. Bei schönstem Sommerwetter ging am Wochenende das 17. Warndt-Weekend weiter. Das vielfältige Programm – sei es im kulturellen Bereich oder im Bereich Natur – zog zahlreiche Besucher an. Zum Beispiel zur alten Grube Velsen.

Die große 100-Jahr-Feier am Vortag hat die älteste Dampffördermaschine im Saarland gut überstanden. Blitzblank präsentiert sie sich am Sonntagnachmittag den Besuchern der Grube Velsen. „Wir hüten die Maschine wie unseren Augapfel“, betont Werner Hektor, der Vorsitzende des Vereins der Berg- und Hüttenleute Dorf im Warndt.

Der Verein träumt davon, den Koloss irgendwann wieder zum Laufen zu bringen. In ihren Reihen hat die Vereinigung zwei Fördermaschinisten, die die Maschine zu aktiven Bergbau-Zeiten noch gefahren haben.

Nicht nur ehemalige Bergleute interessieren sich für das Schmuckstück aus dem Jahr 1917. Das zeigt ein Blick ins Gästebuch. „Addi und Opa haben tolle Führungen gemacht“, schreibt Tamara. Ein gemaltes Herzchen unterstreicht das Lob.

Die alten Lademaschinen, die vor dem Erlebnisbergwerk stehen, ziehen den Nachwuchs ebenfalls an. „Ich glaub’, da gibt‘s gar kein Lenkrad“, stellt ein Junge nach dem Entern fest. Richtig, die Fahrzeuge wurden wie  Panzer mit Ketten angetrieben –  und sie wurden dann mit Hebeln gesteuert.

Viel zu entdecken gibt es auch im ehemaligen Verwaltungsgebäude der Grube bei der Ausstellung „Colors of Velsen“: Über 60 Künstler stellen dort unter anderem Bilder und Skulpturen aus. Viele Besucher strömen zu der Schau, die die Künstlergruppe ART58 auf die Beine gestellt hat. Richard Kleinhentz aus Forbach zeigt beispielsweise Gesichter. Mit Acrylfarbe hat er sie auf Holz, Karton und Leinwand gemalt. Der Künstler genießt die Sonne, die Musik und den Austausch mit den Kollegen. „Es ist die schönste Ausstellung in der Region“, erklärt der Franzose.

Beim Warndt-Weekend kommen auch Naturfreunde auf ihre Kosten, zum Beispiel bei den Maltiz-Waldpädagogen. An ihrer Hütte m Warndt-Wald bei Lauterbach werden die Besucher von einer angenehm kühlen Brise empfangen, Vögel zwitschern, Schmetterlinge tanzen.

Dann steigt einem der Duft von gegrillten Würstchen in die Nase. Elena nimmt sich ihre Bratwurst selbst vom Rost. „Ich bin das erste Mal hier“, erzählt die Sechsjährige im Waldcamp. Das Mädchen aus Saarbrücken will später noch mit den Maltiz-Tieren durch die Natur spazieren. Zunächst geht‘s aber vor die Glotze. Der Fernseher im MAltiz-Waldcamp funktioniert ganz ohne Strom. Ist ein Kapitel der Bildergeschichte beendet, wird das entsprechende Blatt einfach aus dem Rahmen genommen.

„Guddn bonjour“, wünscht Waldpädagoge Arnulf Staap den deutschen und französischen Gästen. Mit der Gitarre erzählt er die spannende Geschichte. Die Schurken, die den Wald unsicher machen, bekommen schließlich ihre gerechte Strafe. „Die ganze Räuberbande, die wandert in den Knast“, singt die muntere Runde. Anschließend bläst Staap ins Horn: Gleich wird Esel Anton angespannt, dann geht‘s mit der Kutsche durch den Wald.

Zum Abschluss des Warndt- Weekends steht in Ludweiler ersdtmals ein Jazz-Konzert auf dem Programm. In Zusammenarbeit mit der Patengemeinschaft der Wendalinuskapelle präsentiert der Verein Kulturgut Völklingen das Ivo-Müller-Trio. Namensgeber Müller spielt Gitarre und singt, Jörg Jenner überzeugt am Kontrabass. Thomas Girard wechselt zunächst vom Bariton- zum Tenorsaxofon, dann greift er zur Flöte.

Einige Zuhörer wippen in der Kapelle mit den Füßen. Schnell zeigt sich: Auch im Jazz handeln die Stücke vor allem von den Höhen und Tiefen des Lebens und der Liebe. Selbst wenn man einen englischen Text nicht versteht, ahnt man manchmal, wohin die Reise geht. Wird ein bluesiger Titel angestimmt, endet die Geschichte wohl meist traurig.

Gemälde und Skulpturen in der Gruben-Halle: Mehr als 60 Künstler zeigten bei der Ausstellung „Colors of Velsen“ ihre Arbeiten.
Gemälde und Skulpturen in der Gruben-Halle: Mehr als 60 Künstler zeigten bei der Ausstellung „Colors of Velsen“ ihre Arbeiten. FOTO: BeckerBredel
Auf dem Bienenlehrpfad in Geislautern: Carsten Hauck (links) und Christian Henkel zeigen einen Bienenstock in einem Eichenstamm.
Auf dem Bienenlehrpfad in Geislautern: Carsten Hauck (links) und Christian Henkel zeigen einen Bienenstock in einem Eichenstamm. FOTO: BeckerBredel
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