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Kreisler: Gemeinsam Rosenmontag retten

Kreisler: Gemeinsam Rosenmontag retten

Völklingen. Der Rosenmontagsumzug in Völklingen ist nahezu so alt wie die mittlerweile 111-jährige Große Karnevalsgesellschaft Die Kreisler. Doch in den letzten Jahren blätterte da merklich der Lack. Und nun stellt sich die Frage, ob sich überhaupt noch ein Veranstalter findet

Völklingen. Der Rosenmontagsumzug in Völklingen ist nahezu so alt wie die mittlerweile 111-jährige Große Karnevalsgesellschaft Die Kreisler. Doch in den letzten Jahren blätterte da merklich der Lack. Und nun stellt sich die Frage, ob sich überhaupt noch ein Veranstalter findet. Der Verkehrsverein, der in den vergangenen Jahrzehnten das Geschehen organisierte, sieht sich dazu nicht mehr in der Lage.In der benachbarten Karnevals-Hochburg Ludweiler stellen die Beele's mit ihrem Präsidenten Hans Agostini den Umzug auf die Beine. Die Völklinger Kreisler haben bereits einen zehn Meter langen Motivwagen in Form eines Schiffes entworfen, den sie am Rosenmontag vom Stapel laufen lassen wollen. Doch die Verantwortung für den Umzug könnten sie, sagt der neue Präsident Reimund Lingstädt in einem SZ-Gespräch, "im Moment noch nicht übernehmen". Die Kreisler seien selbstverständlich mit dabei. Aber, so Lingstädt wörtlich: "Ich kann es mir nicht erlauben, dem Verein Schulden aufzuladen." Die Kapellen verlangten ihr Geld. Der Aufbau verursache Kosten, und nicht zuletzt müssten auch Püppchen für den Umzug gekauft werden.Oberbürgermeister Klaus Lorig hat nun die Karnevalisten für 12. November, 16 Uhr, zu einer Lagebesprechung ins Rathaus eingeladen. Lorig hatte Ende September auf SZ-Anfrage betont, der Umzug gehöre ebenso zu Völklingen wie die Hütte. Ein Vorbereitungstreffen sollte ursprünglich noch im Oktober stattfinden Der Kreisler-Präsident empfahl Lorig beim Redaktionsgespräch, sich an die Spitze einer Initiative zu stellen, die die Vereine aus der Kernstadt und auch die Wirte einbinde. Lingstädt und der frühere Kreisler-Präsident Andreas Schwickert: "Es muss ein Ruck durch Völklingen gehen. Es geht, wenn alle ein bisschen mitmachen." Vereine, aber auch private Gruppen und Freundeskreise sollten sich überlegen, ob sie sich nicht ein Herz fassten und zumindest mit einer Fußgruppe mitmarschierten. Aber die Zeit dränge. Völklingen stehe beim Umzug hier in starker Konkurrenz mit dem Umland. Schwickert: "Die Kapellen, die jetzt noch zu haben sind, werden sicher pokern." > Seite C 4: Weiterer Bericht.