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Beispiele
Kommunen werben gemeinsam um Gäste

Köllertal/Völklingen/Großrosseln. Über interkommunale Zusammenarbeit wird im Köllertal schon lange gesprochen, weit vorangekommen auf diesem Weg sind Püttlingen, Heusweiler und Riegelsberg aber noch nicht, sieht man einmal ab vom gemeinsam genutzten Wertstoff-Zentrum in Walpershofen. Von Michael Emmerich, Doris Döpke und Ulrike Paulmann

Über interkommunale Zusammenarbeit wird im Köllertal schon lange gesprochen, weit vorangekommen auf diesem Weg sind Püttlingen, Heusweiler und Riegelsberg aber noch nicht, sieht man einmal ab vom gemeinsam genutzten Wertstoff-Zentrum in Walpershofen.


Immerhin ist etwas mehr Bewegung gekommen in die Sache, seit das Mannheimer Beratungsbüro Teamwerk AG auf Beschluss der Räte in einem Gutachten Möglichkeiten eines Zusammenrückens aufgezeigt hat. Eine so genannte Lenkungsgruppe begleitet diesen Prozess. Sie setzt sich aus den Bürgermeistern, Hauptamtsleitern, Personalräten und jeweils zwei Gemeinderatsmitgliedern jeder der drei Kommunen zusammen. Diese Lenkungsgruppe macht sich zum Beispiel Gedanken über ein gemeinsames Steueramt und ein gemeinsames Standesamt.

Ein Beispiel für die Kooperation im Bereich Völklingen, Köllertal und Warndt ist eine gemeinsame Übernachtungsbroschüre für Völklingen, Püttlingen und Großrosseln. „Dass interkommunale Zusammenarbeit in der Praxis funktioniert, beweist die erfolgreiche Kooperation im Bereich Tourismus schon seit einem Jahrzehnt“, freute sich Völklingens Oberbürgermeister Klaus Lorig bei der Vorstellung der jüngsten Auflage im Februar.



Völklingen und Großrosseln arbeiten auch, beispielsweise, beim Winterdienst auf den Straßen zusammen: Großrosseln nutzt das Völklinger Streusalzlager am Geislauterner Hammergraben mit. Das funktioniert nach Angaben beider Kommunen seit Jahren problem- und reibungslos. Jüngster Kooperationsbereich ist der kommunale Ordnungsdienst: Völklinger Hipos verteilen auch in Großrosseln „Knöllchen“ an Parksünder.