| 20:44 Uhr

Kolumne
Herbststurm in der Stadt

FOTO: SZ / Roby Lorenz
Als Mitte August die Wetterdienste meldeten: „Der Herbst kommt“, da wäre einem doch fast der Lebkuchen ins Schwimmbecken gefallen – bei 28 Grad und blauem Himmel. Der Abschied von diesem langen Sommer mit seinem südlichen Lebensgefühl fällt schwer. Von Jennifer Klein


Aber der Wetterfrosch hatte recht: Die Blätter fallen, die Kastanien auch. Autofahren „oben ohne“, also ohne Dach, ist nicht mehr. Und statt der lauen Sommerbrise bläst jetzt ein rauer Wind durch die Straßen. Zeit also, es sich zuhause schön zu machen und sich aufs Sofa zu verziehen, am besten mit dem Lieblingsfilm (passend wäre zum Beispiel „Vom Winde verweht“). Oder mal wieder die Wanderschuhe rauszuholen. Denn durchs bunte Laub zu stapfen und die Aussicht zu genießen, macht ja auch Spaß – außerdem passen die urigen Treter zur Not auch unters Oktoberfest-Dirndl.

Und wer mit derlei Herbst-Freuden eher nichts anfangen kann, dem bleibt nur das Hoffen auf eine Sommer-Zugabe im goldenen Oktober. Oder gleich in Richtung Vorweihnachtszeit weiterdenken . . . die ersten Christbaumkugeln für Weihnachten sind nämlich auch schon da.