Am 1. Dezember geht es los: Kirchen starten Adventskalender-Aktion

Am 1. Dezember geht es los : Kirchen starten Adventskalender-Aktion

Regelmäßige Treffen in der vorweihnachtlichen Zeit soll Menschen zusammenbringen und für etwas Ruhe in der Hektik dieser Tage sorgen. Privatleute, Firmen und Vereine spielen Gastgeber.

Die katholische Kirchengemeinde Heilig Kreuz im Warndt veranstaltet gemeinsam mit der evangelischen Kirchengemeinde Völklingen-Warndt wieder die Aktion „Ökumenische Adventsfenster“. Dabei gestalten Gemeindezentren, Kindergärten aber auch die Feuerwehr oder die Arbeiterwohlfahrt ganz individuell ein Fenster. Von Montag bis Freitag, den ganzen Advent hindurch, treffen sich um 18 Uhr vor der jeweiligen Adresse für 30 Minuten alle Menschen, die mögen. Es wird gesungen, Geschichten werden erzählt, es gibt Gespräche und zu trinken. Wer möchte, sollte den eigenen Becher mitbringen.

Am heutigen Freitag macht Pfarrer Horst Gaevert in der Lauterbacher Hauptstraße 159 den Anfang. Am 22. Dezember endet die Aktion an der St. Wendalinuskapelle in Ludweiler. Gastgeber ist dort der Patenverein der Kapelle. Ein Sonntag bildet im zeitlichen  Ablauf der Aktion eine Ausnahme: Am 3. Dezember lädt die Vereinigung Berg- und Hüttenleute Warndt an ihren Schwibbogen in die Ziegeleistraße/Forststraße nach Dorf im Warndt ein. Dieser wird dann feierlich entzündet.

Auch die evangelische Versöhnungskirchengemeinde und die katholische Pfarreiengemeinschaft Völklingen St. Eligius veranstalten gemeinsam eine ähnliche Aktion, die bei ihnen „Lebendiger Adventskalender“ heißt. Familien, Kaufleute und Vereine schmücken liebevoll jeweils ein Fenster an ihrem Haus. Vom 1. bis 23. Dezember wird dann jeweils um 19 Uhr eines der Fenster „geöffnet“. Bei einem kleinen Programm mit verschiedenen Elementen soll der Advent als besondere Zeit neu ins Bewusstsein rücken. Gemeinsame Lieder, Bilder und Geschichten laden ein, sich innerlich auf Weihnachten vorzubereiten. Die Treffpunkte sind vor Fenstern oder Türen der jeweiligen Gastgeber. Das „Fenster“ besteht zum einen aus der Gestaltung eines realen Fensters oder auch einer Tür. Dazu gehören dekorative Elemente wie die Datumszahl, Lichter, Bildmotive und andere Zutaten. Zum anderen leiten die Gastgeber durch eine kleine Feier von etwa 20 Minuten. Den ersten Termin am heutigen Freitag nimmt die katholische Frauengemeinschaft Deutschland (KFD) St. Antonius in Fenne in der Hausenstraße 68 wahr. Am Samstag, 2. Dezember, lädt der Siedlerbund in den Galileiweg 21 ein. Das Treffen am letzten Adventsfenster organisiert Familie Kahlen in der Saturnstraße 18 am 23. Dezember um 19 Uhr.

Seit nunmehr 20 Jahren wird die Tradition des lebendigen Adentskalenders  in St. Hedwig/Wehrden gepflegt. Damals hatte sie Diakon Eberhard Roevenstrunk  ins Leben gerufen. Heute organisiert Anja Lesch die Aktion. In Wehrden weiß man, Advent ist, wenn sich Menschen an mehreren Abenden im Dezember in St. Hedwig treffen, um Geschichten zu hören, Lieder zu singen, zu beten und diese besondere Zeit gemeinsam miteinander erleben. Mit Laternen wird das Licht und die Wärme in die Gemeinde getragen.

Treffpunkt ist an folgenden Abenden immer um 18 Uhr am Kirchturm St. Hedwig: Am Donnerstag, 7. Dezember, wird der „Lebende Adventskalender“ mit musikalischer Umrahmung feierlich eröffnet. Weiter geht‘s am Samstag, 9. Dezember, Sonntag, 10. Dezember, Dienstag, 12. Dezember, Donnerstag, 14. Dezember. An diesem Abend führen Kinder der Regenbogenschule aus Wehrden und der Schlossparkschule Geislautern mit dem Staatstheater Saarbrücken das Musical „Am Himmel geht ein Fenster auf“ vor. Der nächste Aktionstag ist der Samstag, 16. Dezember, dann folgen Sonntag, 17. Dezember, Dienstag, 19. Dezember und Donnerstag, 21. Dezember. Zum Abschluss am 23. Dezember treffen sich alle, die mögen, in der Kirche.

An jedem Abend stellen Familien Kinderpunsch, Glühwein und Leckereien kostenlos zur Verfügung. „Lediglich am 14. Dezember  werden Glühwein und Brezeln im Rahmen des Konzertes zum Verkauf angeboten. Der Gewinn kommt  der Caritas-Gemeinwesenarbeit Wehrdener Berg zu Gute“, informiert Anja Lesch. Willkommen zu der Adevent-Aktion, so Lesch weiter, seien alle Menschen, ganz egal welchen Alters oder welcher Konfession.