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Kongolesische Messe
Kirchen-Gastspiele im Warndt – mit Hindernissen 

Die Kirchen-Musikgruppe Bana Ngayime – hier bei einem Lauterbacher Auftritt 2015 – ist jetzt erneut im Warndtdom zu Gast.
Die Kirchen-Musikgruppe Bana Ngayime – hier bei einem Lauterbacher Auftritt 2015 – ist jetzt erneut im Warndtdom zu Gast. FOTO: Rudolf Blechschmidt
Lauterbach. Die kongolesische Musikgruppe Bana Ngayime tritt in Lauterbach und Großrosseln auf. Dieses Mal bekamen aber nur vier der Musiker ein Visum.

Im Rahmen seiner Missionsarbeit im Kongo hat der in Großrosseln geborene Pater Alfons Müller traditionelle, einheimische Lieder mit christlichen Texten versehen und in die Liturgie eingebracht. Auf dieser Basis hat er eine Messe in kongolesischem Ritus erarbeitet. Um seinen Liedern eine Stimme zu geben, gründete er die Musikgruppe Bana Ngayime, die inzwischen im gesamten Kongo  bekannt ist und auch bereits mehrfach den Warndt besucht hat (die SZ berichtete). Vom heutigen Montag an bis zum 23. Oktober ist Pater Müller mit vier Mitgliedern der Gruppe Bana Ngayime nun wieder im Warndt zu Gast.


Am Mittwoch, 18. Oktober, 18 Uhr, feiern Müller und „seine“ Musiker eine Abendmesse in kongolesischem Ritus in der Lauterbacher Kirche St. Paulinus, dem so genannten Warndtdom. Wie Ortwin Kronser vom Lauterbacher Gemeindeteam mitgeteilt hat, werden in die musikalische Gestaltung des Abends auch die Firmlinge aus der katholischen Pfarrei Heilig Kreuz im Warndt einbezogen. Das Gemeindeteam, schreibt Kronser, sei sicher, „dass dieser außergewöhnliche Gottesdienst, wie schon bei den früheren Besuchen der Gruppe in Lauterbach, großen Anklang bei den Kirchenbesuchern finden wird“.

Im Anschluss an die kongolesische Messe lädt die Gemeinde alle Interessierten zu einer freundschaftlichen Begegnung mit den afrikanischen Gästen ins katholische Pfarrheim Lauterbach ein. Dabei, so heißt es in der Ankündigung, könne man auch „die schwungvollen kongolesischen Rhythmen hautnah miterleben“.



Am kommenden Samstag, 21. Oktober, 15 Uhr, bestreitet die Gruppe einen  für die Teilnehmer kostenlosen Gospel-Workshop in der Pfarrkirche in Großrosseln: Das teilt Klaus Blaes vom dortigen Gemeindeteam mit. Die Bana Ngayime üben mit den Teilnehmenden Lieder und Tanz für die im Anschluss um 17 Uhr stattfindende Messe. Die Lieder und Rhythmen seien leicht zu erlernen, so Blaes. Nach der Messe gibt es im Pfarrheim  Gelegenheit zu einem persönlichen Gespräch mit Pater Alfons und den kongolesischen Gästen.

Was so einfach klingt, war nach den Berichten von Kronser und Blaes dieses Mal ganz und gar nicht einfach. Denn eigentlich sollte die Gruppe aus dem Kongo bereits zum 1. Oktober anreisen. Und zwar mit acht Mitgliedern. Doch „obwohl die Bana Ngayime ... bereits mehrfach bei uns gastiert haben und ihre Besuche immer im Zeichen der Völkerverständigung standen“, seien jetzt  ihre Visaanträge von den zuständigen belgischen EU-Behörden abgelehnt worden. Erst nach langen Hin und Her – und nach Umwegen über das deutsche Außenministerium und das Konsulat in Kinshasa – seien dann am vergangenen Freitag letztlich doch Visa erteilt worden für Bana Ngayime. Allerdings nur für vier Gruppenmitglieder und nur für Deutschland.