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Inka-Ausstellung
Kinder erkunden die Schätze der Inka

Kaiserliche Grabbeigaben aus der Zeit zwischen 1110 und 1470 zeigt diese Aufnahme aus der Inka-Ausstellung.
Kaiserliche Grabbeigaben aus der Zeit zwischen 1110 und 1470 zeigt diese Aufnahme aus der Inka-Ausstellung. FOTO: Weltkulturerbe Völklinger Hütte/Hans-Georg Merkel / Copyright: Weltkulturerbe Völklinger Hütte/Hans-Georg Merkel
Völklingen. Drei weitere Führungen sollen kindgerecht die Blüte und den Untergang einer südamerikanischen Kultur erklären.

Für die Inka waren es „Perlen der Sonne“. Gold stand in der Andenregion für die Oberwelt der Götter. Die spanischen Konquistadoren sahen nur den materiellen Wert. Erzählungen von einem sagenhaften „El Dorado“ hatten sie an das andere Ende der Welt gebracht. Im Januar bietet das Weltkulturerbe Völklinger Hütte Führungen zur Ausstellung „Inka – Gold. Macht. Gott.“, die die Geschichte der Inka und der spanischen Eroberer in kindgerechter Form erzählen sollen. Diese Kinderführungen starten an den Sonntagen, 14., 21. und 28. Januar, jeweils um 14 Uhr. Für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre ist die Führung kostenfrei. Die begleitenden Erwachsenen bezahlen den normalen Eintritt ins Weltkulturerbe. Die Kinder hören von der Knotenschrift „Quipu“ der Inka, die bis heute nicht entziffert ist. Sie sehen Ausstellungs-Objekte aus einem riesigen Reich zwischen Küste, Wüste, Bergwelt und Dschungel umfasste. Und sie erfahren, welche symbolische Bedeutung Gold und Silber für die Inka und ihre Vorgänger-Kulturen hatten.


Eine Mischung aus Zufällen, Epidemien, Waffen und Entschlossenheit gab den Ausschlag für den Erfolg der Eroberer um Francisco Pizarro. Mit weniger als 200 bewaffneten Spaniern gelang es ihm, das riesige Inka-Reich zur erobern. Ein Faktor waren die Waffen und die Rüstung aus Eisen. Die Inka kannten weder Pferde noch Stahl und Schießpulver und konnten dem nichts entgegensetzen.

„Inka – Gold. Macht. Gott.“ zeigt auch jene Rüstungen, Feuerwaffen, Armbrüste und Schwerter, die für den Inka unbekannt waren.



„Inka – Gold. Macht. Gott.“ im Weltkulturerbe Völklinger Hütte ist eine Ausstellung mit Exponaten zur Kultur der Inka und ihrer Vorgänger-Kulturen ist in dieser Form und Zusammensetzung zum ersten Mal zu erleben.

220 Exponate zeigen die Faszination der alten peruanischen Hochkulturen und ihr Aufeinandertreffen mit der europäischen Kultur des 16. Jahrhunderts. Der Kern-Bestand der Exponate stammt aus dem Larco Museum Peru, das die größte Sammlung altperuanischer Kunst weltweit besitzt. Exponate aus bedeutenden europäischen Museen vervollständigen die Ausstellung. „Inka – Gold. Macht. Gott.“ ist noch bis Sonntag, 8. April, im Weltkulturerbe zu sehen. Die Alte Völklinger Hütte ist das erste Industriedenkmal aus der Blütezeit der Industrialisierung, das die Unesco, eine Unerorganisation der Vereinten Nationen  in ihre Welterbeliste der Unesco aufnahm.

Es ist das einzige Eisenwerk aus der Blütezeit der Industrialisierung, das vollständig erhalten ist. Nach der Stilllegung der Roheisenproduktion im Jahr 1986 wurde die Völklinger Hütte 1994 mit der Ernennung zum Unesco-Weltkulturerbe gewürdigt.

Die Anfänge der Hütte reichen zurück bis 1873. Der erste Hochofen wurde 1883 angeblasen. Heute zeigt das Weltkulturerbe international herausragende Ausstellungen und ist Ort für außergewöhnliche Konzerte und Festivals.