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Der kluge Mensch baut vor
Keine Spur von Torschluss-Panik

Die Weihnachtsbeleuchtung sorgt in der Völklinger Innenstadt für Stimmung.
Die Weihnachtsbeleuchtung sorgt in der Völklinger Innenstadt für Stimmung. FOTO: BeckerBredel
Völklingen. Umfrage in Völklingen ergibt: Fast alle planen beim Geschenke-Kauf schon längere Zeit vor. Frank Bredel

Weihnachtsgeschenke hätte man um ein Haar auch noch an Heiligabend-Sonntag kaufen können. Der Landtag hat diese Ladenöffnung inzwischen per Gesetz verboten. Aber brauchen die Menschen diese allerletzte Möglichkeit eigentlich? Wir haben nachgefragt.



Maurice Hehn (16), Auszubildender als Fachkraft für Lagerlogistik in Luisenthal, hat noch nichts gekauft, sich dies aber für die kommende Woche fest vorgenommen. „Ich brauche für fünf Personen Geschenke. Die besorge ich dann zusammen. Bis kurz vor Heiligabend warte ich aber nicht“, sagt er.

David Weirauch (35) ist Groß- und Außenhandelskaufmann in Völklingen und hat zum Teil seine Einkäufe erledigt: „Ich hab 15 Personen zu beschenken. Da reicht einmal Einkaufen gehen nicht aus. Ich bummele in Saarbrücken oder Saarlouis und plane den Großteil der Geschenke ganz genau. Ende November beginne ich schon mit den Besorgungen“, so der junge Mann, der sich damit auch nicht schwer tut: „Ich achte einfach das Jahr über darauf, was die Menschen an Wünschen äußern. Dann setze ich das um.“

Ähnlich macht es Mathias Schaub. Der 21-jährige Auszubildende hat die meisten Sachen schon erledigt: „Nur Kleinigkeiten fehlen noch. Meine Freundin legt Wert darauf, das es in den letzten Tagen vor dem Fest nicht stressig wird. Das ist eine gute Einstellung. Bis Anfang Dezember haben wir dann alles. Vieles haben wir im Internet bestellt, das müssen wir dann noch selbst verpacken, weil es keinen Verpackungsservice gibt. Aber das macht nichts.“

Die Völklingerin Birgit Küpper hat die Geschenke auch schon: „Ich brauchte acht Geschenke, die hatte ich schnell zusammen. Wenn man im Sommer mit der Freundin bummeln geht und aufpasst, was ihr gefällt, hat man an Weihnachten keine Probleme. Bei den Damen ist das ohnehin recht leicht“, sagt die kaufmännische Angestellte. In Parfümerien, wo man sich viel Mühe beim Verpacken gibt, lässt sie einpacken. Alles andere verpackt sie selbst.

Daniel Engel (35) ist Physiotherapeut. Er hat teilweise schon Geschenke gekauft, aber noch nicht alles beisammen: „Bei den Kindern ist das einfach. Die sagen ganz klar, was sie sich wünschen. Denen muss man nur erklären, dass die Star Wars Lego Evoks Station für 300 Euro vielleicht doch etwas zu teuer ist. Bei den Erwachsenen ist es schwieriger. Im Ganzen bin ich dann auch eher spät dran – typisch Mann“, sagte er.

Adin Hajric (18) ist wegen seiner Fahrschule in Völklingen unterwegs. Er hat für seine Arbeitskollegen Geschenke gekauft, dazu fährt er nach Saarbrücken. Für Eltern und Freunde müsse er sich noch was einfallen lassen. Nicht nur was die Geschenke angeht, sondern auch die Verpackungen. Er verpackt nämlich alles selbst und individuell.

 Maurice Hehn.
 Maurice Hehn. FOTO: BeckerBredel
David Weirauch.
David Weirauch. FOTO: BeckerBredel
Mathias Schaub.
Mathias Schaub. FOTO: BeckerBredel
Birgit Küpper.
Birgit Küpper. FOTO: BeckerBredel
Daniel Engel.
Daniel Engel. FOTO: BeckerBredel
Adin Hajric.
Adin Hajric. FOTO: BeckerBredel