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Kein Platz für die Neptun in Völklingen

Kein Platz für die Neptun in Völklingen

Völklingen. Die Uhr läuft ab für das historische Kriegsschiff der Marinekameradschaft Völklingen, das Minensuchboot Neptun. Der ohnehin nur provisorische Liegeplatz im Gewerbehafen bei Fürstenhausen ist zum Jahresende gekündigt. Und Völklingens Oberbürgermeister Klaus Lorig (CDU) hat mit einem neuerlichen Vorstoß beim Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) Saarbrücken keinen Erfolg gehabt

Völklingen. Die Uhr läuft ab für das historische Kriegsschiff der Marinekameradschaft Völklingen, das Minensuchboot Neptun. Der ohnehin nur provisorische Liegeplatz im Gewerbehafen bei Fürstenhausen ist zum Jahresende gekündigt. Und Völklingens Oberbürgermeister Klaus Lorig (CDU) hat mit einem neuerlichen Vorstoß beim Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) Saarbrücken keinen Erfolg gehabt. Wie Lorig vor dem zuständigen Stadtratsausschuss berichtete, hat das Amt seine Position bekräftigt, keinen Liegeplatz bei Völklingen zur Verfügung stellen zu können. Die Anlegestelle an der Wehrdener Saarbrücke in Höhe des alten Schleusenkanals werde laut Amt für eigene Zwecke, sprich die Arbeitsschiffe des WSA, benötigt. Diese Anlegestelle hatte die Stadt zumindest als Zwischenlösung für die Neptun ins Auge gefasst.Derweil hat das WSA gegenüber Oberbürgermeister Lorig sein früheres Angebot erneuert, der Neptun einen Liegeplatz an der Staustufe Rehlingen zu geben. Dieser Platz erscheint den Völklinger Marinekameraden allerdings zu abgelegen. Lorig hatte mit dem Verein auch über einen Platz an der Anlegestelle für Fahrgastschiffe am Saarufer in Wehrden gesprochen. Die Marinekameraden befürchten aber, dass die Neptun an dieser ungeschützten Stelle durch Vandalismus in Mitleidenschaft gezogen wird. Der Verein mit seinem Vorsitzenden Walter Schug hat angekündigt, das Schiff bei Erfolglosigkeit der Bemühungen um einen geeigneten Standort zum Jahreswechsel an den Bund zurückzugeben. Der Völklinger Ortsrat hatte sich kürzlich einstimmig dafür ausgesprochen, die Neptun in der Stadt zu behalten. Daraufhin hatte sich Oberbürgermeister Lorig erneut an das WSA gewandt.

HintergrundRund 30 Jahre lang war die Neptun mit rund 35 Mann Besatzung an Bord auf der Suche nach Minen in Nord- und Ostsee, wurde 1990 außer Dienst gestellt. Maschine, Turbinen und Bewaffnung wurden entfernt, und das Schiff wurde an die Marinekameradschaft übergeben. Ein Schubfrachter brachte das Schiff nach Völklingen, wo es seither an wechselnden Standorten lag. Die Marinekameraden hatten geplant, die Neptun in Höhe der Wehrdener Saarbrücke an Land zu setzen und zu einer Touristenattraktion auszubauen. An der Stelle war ursprünglich auch ein neuer Hafen geplant. er