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Karl-Janssen-Straße soll so bleiben

Völklingen. Durch das geplatzte City-Center-Projekt ist der Stadt weit weniger Schaden entstanden als vermutet, meint Oberbürgermeister Klaus Lorig (CDU). Die Vorbereitungen zahlten sich nun anderweitig aus. Bernhard Geber

Seit 2009 arbeitete die Völklinger Stadtverwaltung konkret am nun geplatzten City-Center-Projekt. Die Arbeitsstunden, die damit verbunden waren, kann Oberbürgermeister Klaus Lorig (CDU ) "nicht mal annähernd" beziffern. Doch Lorig meint, dass Mühe und Kosten bei der Stadt nicht vergebens waren. "Wir können alles noch benutzen", meinte der Oberbürgermeister auf SZ-Frage zum heutigen Sinn von Vorbereitung und Planungen.

Da war zum Beispiel extra die obere Karl-Janssen-Straße für 335 000 Euro umgebaut worden, um die Abrisse zu ermöglichen. Seitdem fährt man dort statt Einbahn wieder in beiden Richtungen. Die neue Verkehrsführung hat sich aus Sicht Lorigs bewährt. Sie könne so bleiben. Allerdings müsse noch die Ampel-Taktung den neuen Verhältnissen angepasst werden. Dann könnten auch die Busse, statt wie bisher in einer Schleife durch die Alte Schulstraße, durch die Karl-Janssen-Straße fahren.

Die Kosten für Genehmigungsverfahren, Bauleitplanung und Bauantrag fürs City-Center haben laut Lorig die Investoren getragen. Auf die Immobiliengesellschaft GWB folgte hier der Finanzierungsfonds Patron Dieter II. Aber auch auf die Stadt kam einiges zu, so rund 40 000 Euro für Verkehrs- und Immissionsgutachten, 107 000 Euro Planungskosten für den Umbau der Straße Am Hauptbahnhof und nicht zuletzt 106 000 Euro, die zeitweise für die Sicherung von Ex-Kaufhof und Parkhaus anfielen. Verkehrsgutachten, Straßenplanung und sonstige Unterlagen sind laut Lorig auch weiterhin sinnvoll zu nutzen. Sie kämen der Stadt bereits bei den jetzt anstehenden Abrissen zu Gute. Zudem sei auch eine Nutzung des Geländes im Bereich Handel nach wie vor aktuell. Es gebe mehrere Interessenten, die dort mehrere Geschäfte etablieren wollten - allerdings nur in einem Neubau.

Am Donnerstag beschäftigte sich der Ratsausschuss für Innenstadtentwicklung mit dem Thema Grundstücksrückkäufe, das in einer Stadtratssitzung am 26. März zur Entscheidung steht. Lorig versicherte, die rund 1,5 Millionen Euro könnten aus Sonderkrediten finanziert werden, die nicht mehr für eine Umgehungsstraße durchs Saarstahl-Gelände benötigt würden. Die zwei Millionen Abrisskosten könnten eventuell vollständig durch Zuschüsse und Bedarfszuweisungen des Landes aufgefangen werden. < Weiterer Bericht folgt