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Junge Völklinger zieht es zum Löschen

Völklingen. Die Völklinger Jugendfeuerwehr hat 2014 Zuwachs bekommen, sie zählt jetzt 92 Mitglieder – bei der Hauptversammlung am Sonntag zeigte sich Wehrführer Herbert Broy zufrieden. Weniger zufrieden waren die Wehrleute mit der geplanten Neubesetzung einer Stelle. Andreas Lang

Den Paukenschlag hatten sich die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Völklingen für den Schluss ihrer Jahreshauptversammlung im Dorfgemeinschaftshaus Geislautern aufgehoben. Da stellte sich der soeben mit einigen Enthaltungen einstimmig wiedergewählte stellvertretende Wehrführer Heiko Schlang als "Mann der klaren Worte" vor. Und als solcher kritisierte er das aktuelle Bewerbungsverfahren, bei dem das Personalamt der Stadt die Stelle eines Gerätewartes zu besetzen hat, eine von sechs hauptamtlichen Stellen bei der Freiwilligen Feuerwehr. Schlang: "Da scheinen mir nicht die feuerwehrtechnischen Belange im Vordergrund zu stehen, sondern parteipolitische." Dafür erntete er Applaus. Genaueres zum Einstellungsverfahren war zunächst nicht zu erfahren. Wehrführer Herbert Broy äußerte lediglich Unverständnis dafür, dass die Meinung der Wehrleute im Bewerbungsverfahren nicht gefragt sei. Zumal dem Verwaltungsfavoriten für die Stelle wichtige Qualifikationen fehlten - etwa die zum Tragen eines Atemschutzgerätes. Die notwendigen Prüfungen sollen aber demnächst anstehen.

Ansonsten läuft es offenbar prima bei der Völklinger Feuerwehr. Besonders freut sich Broy über den Zuwachs bei der Jugendfeuerwehr, die auch bei der Jahreshauptversammlung Flagge zeigt. 92 Jungs und Mädchen sind es derzeit, 19 mehr als noch vor einem Jahr. Brandinspekteur Tony Bender freut das: "Ein stolzes und schönes Bild."

Zurück zu Broys Statistiken: 292 Aktive stellen aktuell die Mannschaften der Löschbezirke in der Mittelstadt, und die offizielle Mitgliederzahl inklusive Jugend- und Alterswehr liegt bei 462. 18 500 Übungsstunden haben die Männer und Frauen im Jahr 2014 geleistet und in 251 Einsätzen ihr Können bewiesen. Seine Wehr sieht der Wehrführer als "Völklinger Sicherheits-Uhrwerk", bei dem ein Rädchen zuverlässig in das andere greift - und dabei bezieht unter anderen er auch die Stadtratsfraktionen und das zuständige Stadtamt der Verwaltung mit ein.

Auch in Sachen Logistik gehe es voran, war bei der Versammlung zu hören. Oberbürgermeister Klaus Lorig (CDU ) verkündete als Chef der Wehr, dass die Kleiderkammer doch in der Fontanestraße untergebracht werden könne. Dadurch seien die im Haushaltsentwurf für den Neubau eines Feuerwehrgerätehauses in Geislautern bereit gestellten 1,5 Millionen Euro nun doch ausreichend für zwei Fahrzeughallen - statt nur einer - und eine Lagerhalle.

Am 23. April, sagte Lorig, wolle die Verwaltung die überarbeiteten Pläne den zuständigen Stadtratsausschüssen vorstellen. Gebe es dort Zustimmung, könne die Verwaltung die Arbeiten ausschreiben, und drei Monate später könnten bereits die Bagger rollen.

Zum Thema:

HintergrundDer Personalrat der Stadt hat bei der Feuerwehr-Stellenbesetzung kein Mitspracherecht : Darauf hat Sprecher Thomas Baierschmitt hingewiesen. Er reagierte damit auf die gestrige SZ-Meldung: Dort hieß es irrtümlich, der Personalrat favorisiere einen Kandidaten. Der Personalrat , so Baierschmitt, achte darauf, dass Stellen ordnungsgemäß ausgeschrieben werden und Vorstellungsgespräche korrekt ablaufen. Für die Feuerwehr-Stelle habe es mehrere Bewerber gegeben. Drei hätten sich als gleichwertig erwiesen. Der Einstellungsausschuss des Stadtrates (drei SPD-, zwei CDU-Stadtverordnete) habe für den jetzt in der Kritik der Feuerwehrleute stehenden Kandidaten entschieden. al