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Rückblick 2017: Jochen Dahm
Jochen Dahm: Prozess-Ende und plötzlicher Tod

Jochen Dahm
Jochen Dahm FOTO: BeckerBredel
Völklingen. Im Juli spricht das Landgericht Saarbrücken nach 20 Monaten Prozessdauer ein Urteil, das es in sich hat. Jochen Dahm, der ehemalige Geschäftsführer der Völk­linger Stadtwerke, hatte das Verfahren angestrengt. Er hatte sich darin zur Wehr gesetzt gegen die fristlose Kündigung, die Stadt- und Stadtwerke-Gremien ihm ins Haus geschickt hatten, nachdem  im Herbst 2014 die Finanzkrise bei der Meeresfischzucht Völklingen zutage getreten war – eine so tiefe Krise, dass die Stadtwerke, Muttergesellschaft der Meeresfischzucht, selbst knapp vor der Insolvenz standen. Der ersten Kündigung waren in den folgenden Monaten elf weitere gefolgt, gestützt  jeweils auf neu ans Licht gekommene  Sachverhalte. Von Doris Döpke

Die Richter erklären es für rechtens, dass Dahm fristlos entlassen worden war. Und sie begründen ausführlich, mit vielen bestürzenden Details, dass und wie er als Stadtwerke-Chef massiv gegen seine Pflichten verstoßen habe.



Jochen Dahm, mittlerweile nach Braunschweig übergesiedelt, stirbt Anfang Oktober plötzlich und unerwartet. Er ist nur 62 Jahre alt geworden.