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In Frankreich kommen mehr Konzertbesucher

In Frankreich kommen mehr Konzertbesucher

Mit welchen Epochen hat sich das Orgelfestival 2009 beschäftigt? Andreas Mehs: Der 200. Geburtstag von Felix Mendelssohn Bartholdy zog sich wie ein roter Faden durchs Programm. Daneben konnten aber auch noch andere Komponisten gefeiert werden, der 250. Todestag von Georg Friedrich Händel oder der 350. Geburtstag von Henry Purcell

Mit welchen Epochen hat sich das Orgelfestival 2009 beschäftigt? Andreas Mehs: Der 200. Geburtstag von Felix Mendelssohn Bartholdy zog sich wie ein roter Faden durchs Programm. Daneben konnten aber auch noch andere Komponisten gefeiert werden, der 250. Todestag von Georg Friedrich Händel oder der 350. Geburtstag von Henry Purcell.In den Kirchen fanden zehn Konzerte statt und ein Workshop mit Liesbeth Schlumberger, Musikprofessorin in Paris und Lyon. Wie war die Resonanz des Publikums? Mehs: Erfahrungsgemäß sind unsere Konzerte in Frankreich immer besser besucht als in Deutschland. In Konzerten, zu denen in Deutschland meist 40 bis 60 Personen kommen, darf man in Frankreich das Doppelte oder sogar Dreifache erwarten. Insgesamt waren die Besucherzahlen eher rückläufig.Wie erklären Sie sich das? Mehs: Vielleicht ist ein Grund dafür in der allgemeinen Krise zu suchen, vielleicht aber auch in der Vielzahl der Angebote. Da es mehr Konzerte waren als in den Vorjahren, haben sich die Leute wohl mehr verteilt.Wie finanziert sich das Festival?Mehs: Das Orgelfestival findet in Trägerschaft der Partnerstädte Völklingen und Forbach in Zusammenarbeit mit den örtlichen Kirchengemeinden statt. Es wird von den Städten beziehungsweise durch Sponsoren finanziert.Kann der Veranstalter damit zufrieden sein? Anders gefragt: Können Sie sich weitere Sponsoren vorstellen?Mehs: Eine reine Kosten-Nutzen-Rechnung greift hier nicht, da dieses Festival nicht nur im Kulturbereich der Städte, sondern auch im Rahmen der Städtepartnerschaft angesiedelt ist. Hier ist es zum festen Bestandteil geworden; es führt Menschen dies- und jenseits der Grenze durch die Musik zusammen. Das kann man nicht einfach in Zahlen aufrechnen.Was darf das Publikum in den kommenden Jahren erwarten - an Interpreten oder bei den Workshops? Mehs: Es werden wieder interessante Dinge stattfinden. Die Planungen laufen bereits.Dient ein solches Festival auch der Nachwuchförderung?Mehs: Ja, Orgelschüler waren schon immer in das Festival integriert, sei es durch die Teilnahme an Meisterkursen oder die Mitwirkung bei Schülerkonzerten. Darüber hinaus gab es in diesem Jahr erstmalig ein Kinderkonzert mit einem musikalischen Märchen von Annette Philipp, das in der evangelischen Kirche in Forbach aufgeführt wurde und im Vorfeld in den Forbacher Schulen vorbereitet wurde.Wie geht es bis zum nächsten Festival in Sachen Orgel in der Region weiter?Mehs: Neben Konzerten und Konzertreihen in den einzelnen Kirchen steht in St. Eligius die Generalüberholung der romantischen Stahlhuth-/ Klais-Orgel an. Der Orgelbauverein hat in den vergangenen Jahren hierfür schon einen beachtlichen Geldbetrag gesammelt; wir hoffen nun, bald die Arbeiten in Auftrag geben zu können.