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In diesen Familien gibt es immer Öko-Eier zum Frühstück

In diesen Familien gibt es immer Öko-Eier zum Frühstück

Fürstenhausen. Das war ein Krähen und Gackern im Evangelischen Gemeindehaus in Fürstenhausen. Grund dieses Spektakels war, dass der SR 14 Fürstenhausen zu seiner Lokalschau eingeladen hatte

Fürstenhausen. Das war ein Krähen und Gackern im Evangelischen Gemeindehaus in Fürstenhausen. Grund dieses Spektakels war, dass der SR 14 Fürstenhausen zu seiner Lokalschau eingeladen hatte. 148 Stück Federvieh und 108 Kaninchen fühlten sich trotz des für sie sicherlich ungewohnten Besucherandrangs in ihren Käfigen sichtlich wohl, reckten die Hälse und beäugten Spaziergänger, Familien und Tierfreunde, die ihre Nasen durch die Gitterstäbe steckten. Keine gewöhnlichen Hühner oder Wachteln waren es, sondern durchweg Rassegeflügel, das nach genauen Standards gezüchtet wird. Holländische Haubenhühner, Hamburger Silberlack oder Zwergwiandotten züchtet zum Beispiel seit mehr als zwölf Jahren Edgar Kräwer. "Für mich ist das einfach ein Hobby, das ich aus Spaß' an der Freud betreibe. Ab und zu springt mal ein Festtagsbraten heraus, und die Familie bekommt Öko-Eier wie sonst kaum einer, aber Geld kann man mit so einer Freizeitbeschäftigung sicherlich nicht verdienen", erzählt Kräwer, auf dessen Anwesen sich 120 Hühner der verschiedensten Rassen tummeln. Übertroffen wird er noch vom Fürstenhausener Züchter Andreas Bick, der über 500 Stück Rassegeflügel sein eigen nennt und dessen Kinder Kevin und Marvin schon ausgewiesene Jungzüchter sind. Richtig Arbeit sind auch die Vorbereitungen zur Lokalschau. "Da muss das Federkleid geputzt werden und alles Geflügel erhält ein Bad", berichten die Fürstenhausener Züchter mit ihrem 1. Vorsitzenden Günter Schäffner, der dem Verein seit 23 Jahren vorsteht. Am Samstagvormittag waltete als Preisrichter Jürgen Kühn seines Amtes, gleichzeitig auch Landesvorsitzender der saarländischen Rassegeflügelzüchter. Form, Vitalität, Körperhaltung, Gefieder und Pflege wurden beim Geflügel bewertet, bei den Kaninchen natürlich Fell und Farbe. Fast alle Tiere wurden mit "Vorzüglich" und "Sehr gut" bewertet; die besten dürfen demnächst auf der Landesschau ihre Qualitäten präsentieren.

Auf einen BlickDie meisten Titel räumten Edgar Kräwer, Andreas Bick und Günter Schäffner ab: 1. Vereinsmeister beim Geflügel wurde Andreas Bick mit seinen Eistauben, die Orientalischen Roller wurden Zweite; Edgar Kräwer errang mit den Holländischen Hauben den dritten Platz. Dafür hatte Kräwer bei der Sammlung der sechs besten Tiere die Nase vorn, während Günter Schäffner Vereinsmeister beim Ziergeflügel mit den Wachteln wurde. Vereinsmeister bei den Kaninchen wurde Andreas Bick mit Alaska vor Peter Sauter (Satin Elfenbein) und Andreas Bick (Kleinsilber Schwarz). Jugendvereinsmeister wurde Kevin Bick (Satin Elfenbein und Russen) vor Oliver Kemmer (Deilener). hla