Immer noch kein Geld für Luisenthal

Völklingen · Nahezu das ganze Luisenthal soll zum Sanierungsgebiet erklärt werden. Der Völklinger Ortsrat hat einstimmig Ja zu diesem Vorhaben gesagt. Doch so lange kein Geld vorhanden ist, helfen auch keine Rats-Beschlüsse.

Einstimmig grünes Licht gab der Ortsrat Völklingen am Mittwochnachmittag für die Ausweisung eines etwa 20,8 Hektar großen Sanierungsgebietes in Luisenthal. Laut Gesetz ist auch die Frist festzulegen, in der die Sanierung verwirklicht werden soll. "Es ist ein Zeitraum von zirka zehn Jahren bis zum Jahr 2026 für die Durchführung vorgesehen", heißt es in der Sitzungsvorlage der Völklinger Stadtverwaltung.

Das Illinger Büro Kernplan, das die Vorbereitungsuntersuchung durchgeführt hat, schlägt folgenden Geltungsbereich vor: Die Bahnhofstraße vom ehemaligen Bahnhofsgelände bis zur Straße des 13. Januar (B 51) sowie die Theodor-Körner-Straße und die Parkstraße (südlich der Bahnstrecke), die Neue Straße und die Jahnstraße, die Straße des 13. Januar vom Haus 308 bis zur Abzweigung Luisenthaler Brücke.

Hoffen auf Steuererleichterung

Auch Teilflächen der ehemaligen Tagesanlage gehören zum Geltungsbereich. Die Ausweisung eines Sanierungsgebietes ist die Grundlage für Fördergelder aller Art. Neben der Stadt profitieren auch Immobilienbesitzer. Kernplan-Geschäftsführerin Sarah End erläuterte ihre Vorteile: Eigentümer können die Modernisierung und Instandhaltung ihrer Häuser steuerlich geltend machen und bis zu 100 Prozent der Investitionskosten über einen Zeitraum von zwölf Jahren absetzen - etwa bei der Erneuerung von Dachbelägen, dem Austausch beschädigter Fenster oder Wärmedämmmaßnahmen.

Eine entsprechende Vereinbarung mit der Stadt, betonte Michael Zimmer von der Stadtplanung, müsse aber vor Baubeginn geschlossen werden. Auf Investitionen in den öffentlichen Verkehrsraum müssen die Bürger angesichts der fehlenden Eigenmittel der Stadt allerdings wohl noch warten. Zur Zeit, erklärte Zimmer, stehen keine Fördergelder zur Verfügung.

Mittel sind erschöpft

Die Verwaltung setzt auf Mittel aus Städtebauförderprogrammen. Doch die sind ausgereizt, es laufen bereits Programme in der Innenstadt und in Fürstenhausen. Nach dem Ortsrat wird sich nun der Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt mit dem Thema befassen. Das letzte Wort hat dann der Stadtrat.

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