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Völklinger Stadtrat
Hundeverbot in Fürstenhausens Neuer Mitte

(Symbolbild).
(Symbolbild). FOTO: dpa / Robert Schlesinger
Fürstenhausen. Wer seinen Hund künftig in der „Neuen Mitte Fürstenhausen“ ausführt, muss mit einem Knöllchen rechnen. Von Andreas Lang

Der Völklinger Stadtrat hat bei seiner Sitzung am Donnerstagabend im Großen Saal des Neuen Rathauses das zugehörige Verbot erlassen: Er hat dem Fachdienst 43 empfohlen, auf der entsprechenden Fläche die Nutzung mit Hunden generell zu verbieten,  und gleichzeitig den Fachdienst 32 ermächtigt, derlei Vergehen mit Bußgeld zu ahnden.


Den Sachverhalt, der das Verbot begründet, beschreibt die Verwaltung so: „Die neue Grünanlage in Fürstenhausen hat die Besonderheit, dass Grünflächen und Spielflächen fließend ineinander übergehen. Entlang der Fußwege sind verschiedene Aktionsgeräte für Kinder und Erwachsene in der Rasenfläche aufgestellt. Die Grünflächen können auch gleichzeitig als Liegewiese genutzt werden.“

Allerdings muss es wohl zu dem gekommen sein, was an so vielen vergleichbaren Grünflächen der Stadt eingetreten ist: Hundehalter führen ihre Vierbeiner Gassi – und lassen die Hinterlassenschaften der Tiere einfach liegen. Klar, dass dies im Fall Neue Mitte Fürstenhausen mit der geplanten Nutzung der Grünfläche als Spiel- und Liegewiese nicht zu vereinbaren ist.



Tatsächlich nannten etliche Stadtverordnete einschlägige Negativbeispiele. Während Christdemokratin Gisela Rink als Fürstenhausenerin ein Liegewiesen-Beispiel schilderte,  sprach Paul Ganster (Linke) von „einem Spielplatz“, auf dem Hunde sich sogar in der Sandspielkiste erleichtert hätten. Denise Baldauf, FDP, versuchte der Angelegenheit mit Humor zu begegnen: „Ich hoffe, auch wenn in der Beschlussvorlage von Hundehaltern die Rede ist, dürfen diese den Platz ohne Hund nutzen.“

Weiter kam die Frage auf, wie man es denn mit frei laufenden Katzen halten wolle.  Manfred Jost (Grüne) sieht im Vorhaben eine klare „Diskriminierung von Hundebesitzern“ und fand bei der abschließenden Abstimmung zwei weitere Stadtverordnete, unter anderem aus dem AfD-Lager, die ebenfalls mit Nein stimmten.