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HSG Völklingen verliert Saarderby gegen TV Homburg

Derbypleite für HSG Völklingen : „Das war das schlimmste Spiel, dass ich je als Trainer erlebt habe“

Die Spieler des TV Homburg tanzten am Samstag um 19.25 Uhr in ihren weißen Trikots ausgelassen im Kreis. Der Aufsteiger feierte seinen ersten Auswärtssieg in der Oberliga – und das im Saarderby bei der HSG Völklingen.

„Derbysieger, Derbysieger“, skandierten die Saar-Pfälzer in der Hermann-Neuberger-Halle – gefolgt von einem lautstarken und langgezogenen „Jaaaa“.

Die Völklinger Spieler schlichen mit hängenden Köpfen und enttäuscht in die Kabine. Kein Wunder, beim Tabellenzehnten hatte niemand mit einer Niederlage gerechnet. Nach sechs Spielen in Folge ohne Sieg wollten die Hüttenstädter im Heimspiel gegen den TV Homburg in die Erfolgsspur zurückkehren. Denn schließlich hatten die Gäste vor der Partie erst zwei Punkte auf dem Konto und reisten als Tabellenvorletzter an.

Doch es kam anders. Und dass die Niederlage gegen den Außenseiter mit 18:27 auch noch deutlich ausfiel, trieb HSG-Trainer Berthold Kreuser die Zornesröte ins Gesicht. „Das war das schlimmste Spiel, dass ich je als Trainer erlebt habe“, erklärte der 56-Jährige kopfschüttelnd. Und das will etwas heißen, denn schließlich ist er schon 25 Jahre im Geschäft. „Es war eine desolate Vorstellung von uns. Ich bin einfach sprachlos. Wir müssen uns beim Publikum für diese Leistung entschuldigen“, haderte Kreuser.

Schon in der Anfangsphase lief es nicht gut. Von Beginn an liefen die Völklinger vor etwa 150 Zuschauern einem Rückstand hinterher. Nach einer Viertelstunde stand es 4:6. Dann ging bei der HSG überhaupt nichts mehr. „Wir haben zu viele einfache Tore zugelassen und hatten überhaupt keine Körpersprache“, monierte Kreuser. Nach 22 Minuten stand es 4:10, zur Pause 6:14. „In der zweiten Hälfte sind wir nicht mehr herangekommen, weil viele technische Fehler dies verhindert haben“, analysierte Kreuser. Der TV Homburg lag mit bis zu elf Treffern in Führung (21:10 nach 42 Minuten), ehe die Gastgeber in der Schlussphase ein wenig Ergebniskosmetik betreiben konnten.

„Ich erwarte im nächsten Spiel eine Reaktion von der Mannschaft“, forderte Kreuser. Die Chance zur Wiedergutmachung hat seine Mannschaftam Samstag, 15. Dezember. Dann empfängt die HSG Völklingen um 18 Uhr zum letzten Spiel des Jahres den TV Mühlheim.Gegen den Tabellenachten gab es in der Hinrunde eine 25:28-Niederlage. Im Rückspiel muss die HSG vor allem Max Zerwas in den Griff bekommen. Er gilt seit Jahren als einer der gefährlichsten Angreifer der Oberliga gilt. Zerwas erzielte beim 33:30-Sieg bei der HSG Worms am Samstag 13 Treffer. Auch eine Woche zuvor beim 26:17 gegen den HV Vallendar hatte er Mal getroffen.