HSG Völklingen verliert in Handball-Oberliga gegen SV 64 Zweibrücken

HSG Völklingen : Fehler verhindert ein versöhnliches Ende

Die Enttäuschung ist den Spielern der HSG Völklingen anzusehen, als am vergangenen Samstag um 19.22 Uhr die Schluss-Sirene in der Hermann-Neuberger-Halle in Völklingen ertönt. Bis zum Schluss hatte die HSG im ersten Spiel, nachdem Berthold Kreuser nach neun Jahren auf der Trainerbank seinen Abschied zum Ende der Saison verkündet hatte, die Chance auf einen Punktgewinn gewahrt.

Am Ende steht eine 21:22-Niederlage gegen den Tabellendritten SV 64 Zweibrücken.

Die HSG Völklingen zog nach dem 5:5-Zwischenstand in der zwölften  Minute davon. Kreisläufer Nicholas Balthasar traf nach Vorarbeit von Spielgestalter Norbert Petö zum 11:7 (24. Minute). „Man hat gemerkt, dass jeder weiß, wo er dran ist. Dass jeder weiß, wie es weitergeht“, sagte HSG-Kreisläufer Christian Jung: „Vielleicht hat jeder gedacht, nächstes Jahr kommt ein neuer Trainer und ich muss mich beweisen, gebe noch mehr Gas. Oder ich kämpfe nochmal für Berthold, gebe nochmal alles.“

Nach zwei technischen Fehlern und vier Fehlwürfen infolge hatte die HSG Völklingen ihren komfortablen Vorsprung bis zur Pause aber wieder verspielt (11:13). Endgültig aus der Hand zu gleiten schien den Gastgebern die Partie, als Rückraumspieler Niklas Bayer die Zweibrücker nach 43 Minuten mit seinem Treffer mit 19:14 in Führung brachte und der Völklinger Adrian Cristescu zwei Minuten später für zwei Minuten vom Platz flog.

Doch die Völklinger rappelten sich wieder auf. Gegen einen Drei-Mann-Block traf Rückraumspieler Niklas Hoff zum 21:22. Und 40 Sekunden vor Schluss kamen die Gastgeber bei diesem Spielstand in Ballbesitz – die Chance auf den Ausgleich. Doch nach einem Missverständnis zwischen Hoff, Petö und Alexander Saunus bei einem Pass segelte der Ball ins Seitenaus. Und die Aufholjagd der Völklinger wurde nicht belohnt.

„Es war einfach ärgerlich. Es war einfach doof gelaufen“, haderte Jung. Er bleibt mit der HSG Völklingen trotz der Niederlage auf dem elften Tabellenplatz. Die gezeigte Leistung im Heimspiel gegen den SV 64 Zweibrücken mache aber Lust auf mehr. Der 25-Jährige erklärte: „Endlich ein Spiel, in dem wir richtig gut gespielt haben. Das macht Mut für die kommenden Aufgaben. Das war so ein Ding, an dem wir uns hochziehen können. Wir haben gesehen, wir können es, es klappt doch.“

Am kommenden Samstag, 23. Februar, spielt die HSG Völklingen, bei der Hoff und Saunus mit jeweils fünf Treffern die besten Torschützen waren, beim Tabellen-14. HV Vallendar. Anwurf in der Konrad-Adenauer-Halle ist um 18 Uhr.

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