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HSG Völklingen unterliegt in Oberliga im Handball der SG Saulheim

HSG Völklingen unterliegt SG Saulheim : Wenn die Spieler nicht auf die Warnung ihres Trainers hören

Berthold Kreuser dürfte sich wie der einsame Rufer in der Wüste gefühlt haben. Vor der Partie des Handball-Oberligisten HSG Völklingen am Samstag gegen die SG Saulheim hatte der HSG-Trainer immer wieder vor dem stärksten Spieler der Gäste gewarnt: Mathias Konrad.

Doch diese Warnungen schienen ungehört verhallt zu sein. Völklingen verlor vor 80 Zuschauern in der Hermann-Neuberger-Halle mit 23:29 (14:16).

Der ehemalige Zweitliga-Spieler Konrad war mit acht Toren der beste Werfer der Partie. „Er war der ausschlaggebende Faktor, dass wir verloren haben. Er konnte schalten und walten wie er wollte“, ärgerte sich Kreuser: „Von unserer Defensive war das leider keine gute Leistung.“

Die Gastgeber lagen von Beginn an in Rückstand. Nur beim Treffer von Thomas Jung zum 4:4 in der neunten Minute und beim 14:14 per Siebenmeter von Jung in der 28. Minute konnte die HSG Völklingen ausgleichen. Jung war mit acht Treffern bester HSG-Werfer vor Alexander Saunus und Norbert Petö, die jeweils fünfmal trafen.

Die HSG Völklingen rutschte vom fünften auf den siebten Tabellenplatz – nachdem sie überraschend auf Rang zwei gelegen hatte. Trainer Kreuser hatte vor der Saison einen einstelligen Tabellenplatz als Ziel ausgegeben. Er sagte nach der Heimniederlage gegen Saulheim: „Ich bin nicht in Euphorie verfallen, als wir weit vorne standen. Und ich werde jetzt nicht in Panik verfallen, weil wir abgerutscht sind.“

Die HSG Völklingen muss am Samstag, 17. November, um 19 Uhr beim unbesiegten Spitzenreiter und Drittliga-Absteiger TV Hochdorf ran. „Wenn man nicht gerade der gegnerische Trainer ist, macht es richtig Spaß, dem TV Hochdorf zuzuschauen. Er spielt einen tollen Handball“, sagte Kreuser. Und wie will er den Spitzenreiter stoppen? „Wir müssen Tempogegenstöße vermeiden. Da ist Hochdorf enorm stark. Vielleicht lasse ich mir auch für die Abwehr etwas Besonderes einfallen. Aber da überlege ich noch.“