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HSG Völklingen bleibt Zweiter
„Körperlich geht es härter zur Sache“

Hendrik Balthasar.
Hendrik Balthasar.
Völklingen. Von Philipp Semmler

Der Handball-Oberligist HSG Völklingen überrascht in dieser Saison positiv. Nach dem 27:27 am vergangenen Samstag beim SV Zweibrücken liegt die neu formierte Mannschaft von Trainer Berthold Kreuser weiterhin auf dem zweiten Tabellenplatz. „Wir halten gut als Team zusammen und sind stark in der Abwehr“, nennt Linksaußen Hendrik Balthasar zwei der Gründe, warum es bei den Völklingern sehr gut läuft.


Auch Balthasar, der in der vergangenen Saison noch in der A-Jugend der HSG Fraulautern-Überherrn spielte, ist eine positive Überraschung. Kreuser zeigte sich schon nach der Vorbereitung sehr zufrieden mit dem 19-Jährigen. Er gibt ihm regelmäßig Einsatzzeit. „Dass ich schon so viel spielen würde, kommt für mich schon etwas überraschend. Damit hätte ich nicht gerechnet“, erklärt der aus Saarlouis stammende Balthasar voller Freude.

Bei der HSG Völklingen spielt Hendrik Balthasar mit seinem Bruder zusammen. Denn der Jahre ältere Nicholas ist seit drei Jahren für die HSG aktiv. „Mein Wechsel nach Völklingen hatte allerdings weniger etwas mit Nicholas zu tun“, berichtet Hendrik Balthasar: „Vielmehr war ausschlaggebend, dass ich mich in dieser Liga beweisen will. Zudem spielt mit Christian Jung mein ehemaliger Jugendtrainer bei der HSG Völklingen. Mit ihm verstehe ich mich sehr gut.“



Wie sind seine ersten Eindrücke nach ein paar Monaten im neuen Verein? „Ich bin sehr zufrieden. Das anspruchsvolle Training und das anspruchsvolle Niveau in der Liga machen mir Spaß“, erklärt Hendrik Balthasar, der ab kommender Woche Student ist. „Bis vor kurzem habe ich ein Freiwilliges Soziales Jahr bei der HSG Fraulautern-Überherrn gemacht. Jetzt beginne ich in Trier ein Sport- und Rehatechnik-Studium“, erzählt der 19-Jährige. Als Student wird er viele neue Dinge lernen – das muss er auch im Aktiven-Bereich im Handball. „Körperlich geht es härter zur Sache als in der A-Jugend. Und die Gegenspieler haben andere Wurfbilder“, sagt der Neuzugang über Unterschiede, die er bisher ausgemacht macht.

Hendrik Balthasar will sich in seiner ersten Saison bei den Herren verbessern – auch um auf seine Lieblings-Position zurückkehren zu können: Denn bevor er von Trainer Kreuser auf die Linksaußen-Position gestellt wurde, agierte der 19-Jährige im linken Rückraum. „Ich spiele, wo der Trainer mich aufstellt. Aber mein Ziel ist es auch bei der HSG Völklingen irgendwann im Rückraum zu spielen“, erklärt Hendrik Balthasar.

Bis es soweit ist, muss er sich als Linksaußen beweisen. Das gelang Balthasar beim Spiel beim SV Zweibrücken nicht ganz so gut wie in den Wochen zuvor, weshalb er auf dem Spielfeld für Niklas Hoff Platz machen musste. Auch für den Rest der Mannschaft lief in der ersten Halbzeit alles andere als gut. Die Zweibrücker führten vor knapp 500 Zuschauern schnell mit 5:1. Zwar konnten die Völklinger nach einer Viertelstunde zum 7:7 ausgleichen, doch dann zogen die Gastgeber wieder davon. Zur Pause hieß es 16:12 für den SV Zweibrücken.

Fünf Minuten nach dem Seitenwechsel lag der SV sogar mit 20:14 in Führung. Doch dann packte die HSG Völklingen ihre von Balthasar angesprochenen Kämpfer-Quälitäten aus. Tor um Tor arbeitete sich die Gäste heran. Zehn Minuten vor Schluss gelang Norbert Petö der Treffer zum 23:23-Ausgleich. Danach ging es immer nach demselben Schema weiter. Zweibrücken legte ein Tor, Völklingen glich wieder aus. Knapp zwei Minuten vor Schluss traf Alexander Saunus dann zum 27:27-Endstand. Mit der Schlusssirene hatte er sogar die Riesen-Möglichkeit, die Völklinger zum Sieg zu werfen. Doch der HSG-Akteur scheiterte mit einem Siebenmeter am Zweibrücker Torwart Julien Santarini. „Weil wir schon so hoch zurückgelegen haben, war es trotzdem für uns eher ein Punktgewinn als ein Punktverlust“, sagt Balthasar.

Der Tabellenzweite HSG Völklingen bestreitet sein nächstes Spiel am Sonntag, 21. Oktober, um 18 Uhr beim Tabellen-13. HSG Worms.