HSG Völklingen siegt knapp gegen Aufsteiger Ekbachtal

Wichtiger Erfolg für HSG Völklingen : HSG-Handballer erkämpfen die ersten Punkte

Berthold Kreuser, Trainer der Oberliga-Handballer der HSG Völklingen, war am Samstag nach dem Schlusspfiff der Partie seiner Mannschaft gegen die HSG Ekbachtal mehr erleichert, als siegestrunken. Nach dem 27:24-Erfolg seiner Mannschaft gab es keine Jubelsprünge bei ihm, sondern eher ein nüchternes Abklatschen mit seinen Spielern.

Dennoch war Kreuser zufrieden: „Auch wenn man es vielleicht gerade nicht sieht, die Freude bei mir über die ersten Saisonpunkte ist riesig“, sagte der Trainer.

Nachdem die HSG im ersten Auswärtsspiel am Samstag vor einer Woche mit 25:28 beim TV Mülheim verloren hatte, war ein Heimsieg gegen Aufsteiger Eckbachtal für das Team Pflicht. Und diese Pflicht erfüllten die Hüttenstädter. Zunächst sah es so aus, als sollte es gegen die Gäste aus der Pfalz eine klare Angelegenheit werden. Mitte der ersten Halbzeit warf Neuzugang Adrian Cristescu den Ball zum 13:7 ins Netz. Alles schien nach Wunsch zu laufen.

Doch dann folgten Phasen, die Kreuser den Schweiß auf die Stirn trieben. „Wir haben uns danach von Kleinigkeiten aus dem Konzept bringen lassen, und dann wurde es wieder eng“, ärgerte sich der Trainer. Bis zur Halbzeit kam Eckbachtal wieder auf drei Tore heran. Zur Pause hieß es 14:11 für die Gastgeber.

Auch in der zweiten Hälfte blieb es eng – auf weniger als zwei Tore konnten die Gäste den Abstand aber nicht mehr verkürzen. Am Ende hieß es dann 27:24 für Völklingen. Erfolgreichter Schütze der Hüttenstädter war Alexander Saunus mit sieben Treffern, gefolgt von den Neuzugängen Cristecu und Norbert Petö, die je fünf Mal trafen.

Während der Partie musste Kreuser auch öfters mit dem Medizinkoffer auf den Platz flitzen, um sich um angeschlagene Spieler zu kümmern. Physiotherapeut David Jann stand wegen einer Fortbildung nicht zur Verfügung. „Ausgerechnet heute hätten wir ihn mehrmals gebraucht, und ich hätte ihn mit offenen Armen empfangen“, meinte Kreuser. Denn gleich für zwei seiner Spieler war die Partie vorzeitig beendet. Der von den HF Illtal gekommene Rückkehrer Petö musste eine Viertelstunde vor Schluss mit einem Ziehen in der Wade raus. „Hoffentlich ist es kein Muskelfaserriss“, erklärte Kreuser. Zuvor hatte bereits Laurin Poro das Feld verlassen, nachdem er mit dem Kopf auf den Boden geknallt war. „Er war kurz weg, wir hoffen, dass es keine Gehirnerschütterung ist.“

Kreuser hofft, dass beide Akteure am Samstag wieder einsatzfähig sind. Dann spielt die HSG um 19.30 Uhr bei der HSG Kastellaun/Simmern. Mit dem Club aus dem Hunsrück hat Völklingen noch eine Rechnung offen. „Da sind wir vergangene Saison doch sehr vorgeführt worden“, blickt Kreuser nur ungern auf die 16:29-Niederlage im Hunsrück am 4. November 2017 zurück.

Mehr von Saarbrücker Zeitung