Höllisches Tempo im Völklinger Alten Bahnhof

Höllisches Tempo im Völklinger Alten Bahnhof

Völklingen. Der Erfolg zeigte sich im Alten Bahnhof am vergangenen Dienstagabend, als die Gruppe Two without mit akustischen Instrumenten gemachte "Music from Hell" angekündigt hatte

Völklingen. Der Erfolg zeigte sich im Alten Bahnhof am vergangenen Dienstagabend, als die Gruppe Two without mit akustischen Instrumenten gemachte "Music from Hell" angekündigt hatte. So staunte Sänger und Gitarrist Frank Becker nicht schlecht, als er und seine drei Mitstreiter Stefan Junk - ebenfalls Gitarre und Gesang, Andreas Langenfeld am Bass und "Stiry" am Schlagzeug, ihre Plätze auf der Bühne eingenommen hatten. "Das ist ja wirklich eine wunderschöne Atmosphäre, so Kaffeehaus-mäßig", sagte er, ehe die Band mit "Here comes the sun" das erste Stück des Abends anstimmte. "Wir sind vier Leute, die sich schon ewig kennen und schon lange mitein- ander Musik machen", stellte er die Band vor. Und: "Wir machen auch Hillabillly, heute spielen wir aber zuerst ein paar schmusige Sachen, später geht's dann richtig ab." Also zunächst die Soft-Abteilung, zum Beispiel mit "A Few Dollars more" von der "Band-internen Lieblingsband" Smokey oder "Under my Umbrella" von den Beatles. Schnell wird klar: Die vier Jungs harmonieren himmlisch. Höllisch - wie im Programm angekündigt - ist zunächst nur das Temperament der Saiten-Virtuosen. Nach Elvis' "Suspicious Minds", welches das Quartett wie alle Stücke des Abends sehr energisch, kraftvoll und mit zweistimmigem Gesang präsentiert, ist aber Schluss mit Schmusi-Busi. "Jetzt geht es ab", schreit Becker, während Langefeld den Beatles-Bass abgelegt hat und sich seinen riesigen Contrabass schnappt. "Jetzt kommt die versprochene Radaumusik und los geht's mit Johnny Cash." Es folgen erneut die Beatles mit "This could be the last Time" und "I saw her standing there" und jetzt wird klar, was die Vier mit höllisch meinen: die Bühnenshow des jetzt nicht mehr zu bremsenden Bassisten Andreas Langenfeld. Der klemmt sich den Riesenbass mal unter den Ellenbogen wie eine Gitarre und macht den Status-Quo-Sägeschritt. Oder lässt den Bass auf dem Kopf stehen und spielt so weiter. Auch wenn er sein Instrument zum Bocksprung benutzt, trifft er weiter die Töne und das Publikum applaudiert begeistert. Kommenden Dienstag geht die Reihe "Tuesday-Station-Music" um 20 Uhr mit der Acoustic Reason und akustisch arrangierten Coversongs weiter.

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