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Höllische Hitze in himmlischer Höhe

Der Ausblick auf die Stadt und aufs grüne Umland ist sensationell – aber dafür haben die Dach-Renovierer, die derzeit am Völklinger Albert-Einstein-Gymnasium werkeln, keine Zeit. Sie müssen den alten Dachbelag am Anbau der Schule komplett entfernen und durch neues Material ersetzen. Foto: Jenal
Der Ausblick auf die Stadt und aufs grüne Umland ist sensationell – aber dafür haben die Dach-Renovierer, die derzeit am Völklinger Albert-Einstein-Gymnasium werkeln, keine Zeit. Sie müssen den alten Dachbelag am Anbau der Schule komplett entfernen und durch neues Material ersetzen. Foto: Jenal FOTO: Jenal
Völklingen. Brandschutztüren, neue Fenster, neuer Belag fürs Flachdach: Das Völklinger Albert-Einstein-Gymnasium ist während der Ferien Baustelle. 361 000 Euro investiert der Regionalverband hier binnen weniger Wochen. Andreas Lang

Für den atemberaubenden Ausblick haben die Arbeiter auf dem Flachdach des Anbaus des Völklinger Albert-Einstein-Gymnasiums (AEG) keinen Blick. Nicht für den Warndtwald mit seinem satten Grün zur einen Seite. Auch nicht für die Ausschau entlang des Köllerbachtals oder den urbanen Anblick der Mittelstadt. Denn sie haben allerhand Arbeit vor sich. Die alte Dachpappe muss runter, ehe die neuen Flachdach-Abdichtungsbahnen verlegt werden können. An hitzigen Tagen kein Zuckerschlecken, wie Bauleiterin Kerstin Blum vom Regionalverband weiß. Schatten sucht man hier hoch über den anderen Dächern vergebens. Eher müssen die Arbeiter mit Propangasbrennern das Material erhitzen, damit sie es ordentlich verarbeiten oder abdichten können, statt sich irgendwie Abkühlung zu verschaffen. Ein höllisch heißer Arbeitsplatz in fast schon himmlischer Höhe also.


Das Entfernen des alten Deckmaterials auf dem Flachdach verläuft zum Teil brachial. Mit dem elektrischen Fuchsschwanz sägen Arbeiter große Elemente heraus, legen sie zusammen und entsorgen sie. Von hier aus sind auch die Flachdächer des Schulkomplexes entlang der Heinestraße zu sehen, unter anderem das der Sporthalle. Die sehen auch schon mitgenommen aus, werden aber erst irgendwann bei einer anderen Maßnahme erneuert, erläutert Blums Kollegin Nadja Johann. Die Ziegel auf den Satteldächern der älteren Gymnasiums-Gebäude wurden dagegen schon vor wenigen Jahren gemacht. Sie sehen noch tadellos aus und werden wohl noch Jahrzehnte halten.

Auch in den Geschossen unterhalb des Flachdachs wird gearbeitet. "Die Elektriker sind gerade da", sagt Blum. Ihr aktueller Job ist unspektakulär. Auf Leitern stehend, verbinden sie Leitungsenden in Verteilerdosen. "Weiter hinten sind schon unsere neuen Brandschutztüren zu sehen", freut sich die Bauleiterin und zeigt auf die bereits eingebauten Elemente.

Im Verbindungsbau kommt der große Dreck erst noch - um seinetwillen werden die Arbeiten in den Sommerferien absolviert. Abgehängte Lamellen-Heizkörper verraten stumm, dass die Arbeiten die Wände betreffen, an denen sie hängen. Die großen Glasbaustein-Elemente kommen raus, sie werden durch Fenster mit Isolierverglasung ersetzt.

Die Wände hinter den Heizkörpern werden dieses Mal nicht neu gestrichen. "Das habe ich beim letzten Mal machen lassen, und schon wenige Wochen später sind mir bei einer Inspektion fast die Tränen gekommen, so sah die Wand schon wieder aus", erinnert sich Blum. In einigen Gebäudeteilen würden außerdem die Decken erneuert, berichtet sie.



Die Ferien nutzt der Regionalverband als Schulträger außerdem, um in Völklingen wichtige Arbeiten an der Hermann-Neuberger-Schule (wir berichteten) und am Marie-Luise-Kaschnitz-Gymnasium (Bericht folgt) erledigen zu lassen.

Zum Thema:

Auf einen Blick Über fünf Millionen Euro investiert der Regionalverband Saarbrücken in diesen Sommerferien an 40 weiterführenden und berufsbildenden Schulen sowie Förderschulen. Das Gesamtvolumen für Unterhalt und Investitionen an den Schulen beläuft sich im laufenden Jahr auf 14,2 Millionen Euro . Beim Völklinger Albert-Einstein-Gymnasium kosten neue Brandschutztüren rund 35 000 Euro , neue Fenster in zwei Gebäudeteilen 243 000 Euro und die Arbeiten am Dach 83 000 Euro . In der Summe macht das 361 000 Euro . al